Das ändert sich im Juli

Änderungen zum 1. Juli 2019

Das ändert sich zum 01. Juli 2019: Die Deutsche Post erhöht das Briefporto auf 80 Cent, das Kindergeld steigt um 10 Euro pro Kind und die Rentenbeiträge werden erhöht.


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Ein neuer Monat bedeutet auch, dass neue Regel- und Gesetzesänderungen in Kraft treten. Sowohl Eltern als auch Rentner dürfen sich ab dem 01. Juli 2019 über mehr Geld freuen, denn die Beiträge für das Kindergeld und die Rente werden erhöht. Weniger erfreulich ist für die Verbraucher allerdings, dass das Verschicken von Briefen in Deutschland wird zum 01. Juli teurer wird.

1. Juli-Änderung: Deutsche Post erhöht das Briefporto auf 80 Cent

Bisher hat die Deutsche Post für einen Standardbrief 70 Cent an Portokosten verlangt, ab dem 1. Juli erhöht sich der Betrag auf 80 Cent pro Brief. Wer noch alte Briefmarken zu Hause hat, muss diese nicht entsorgen, sondern kann sogenannte Ergänzungenmarken kaufen.

Im Detail steigen die Preise für Briefsendungen wie folgt:

Postkarte 60 Cent statt bisher 45 Cent

Standardbrief (bis 20 Gramm) 80 Cent statt bisher 70 Cent

Kompaktbrief (bis 50 Gramm) 95 Cent statt bisher 85 Cent

Großbrief (bis 500 Gramm) 1,55 Euro statt bisher 1,45 Euro

Maxibrief (bis 1000 Gramm) 2,70 Euro statt bisher 2,60 Euro

Maxibrief (bis 2000 Gramm) 4,90 Euro statt bisher 4,80 Euro

2. Juli-Änderung: Kindergeld erhöht sich

Eltern dürfen sich ab dem 1. Juli über mehr Geld freuen. Für jedes Kind steigt das Kindergeld um 10 Euro pro Monat. Somit bekommen Eltern für das erste und zweite Kind künftig monatlich 204 Euro statt bisher 194 Euro. Für das dritte Kind liegt die Erhöhung bei 210 Euro im Monat. Bisher gab es für das dritte Kind 200 Euro im Monat. Für das Vierte und alle weiteren Kinder wird künftig 235 Euro an die Eltern überwiesen, bislang haben Eltern nur 225 Euro pro Monat erhalten.

3. Juli-Änderung: Rentenbeiträge steigen

In Deutschland bekommen rund 21 Millionen Rentner ab dem 01. Juli 2019 mehr Geld. Die Bezüge werden in Westdeutschland um 3,18 Prozent erhöht, im Osten sogar um 3,91 Prozent. Doch für einige Rentner bedeutet die Beitragserhöhung, dass sie ab Juli steuerpflichtig sind.

4. Juli-Änderung: Neue Frist für Steuererklärung

Bisher mussten Verbraucher ihre Steuererklärung bis zum 31. Mai abgeben. Jetzt haben sie 2 Monate länger Zeit. Somit müssen die Unterlagen und Formulare künftig bis zum 31. Juli beim jeweiligen Finanzamt vorliegen. Die Fristverlängerung bedeutet für den Steuerzahler aber auch strengere Konsequenzen: für jeden "überzogenen" Monat muss der Verbraucher mindestens 25 Euro zahlen.

Steuerzahler, die sich Unterstützung zum Beispiel bei einem Steuerberater holen, können sich noch etwas Zeit lassen. Für das Steuerjahr 2018 müssen die Unterlagen erst bis Ende Februar 2020 beim Finanzamt vorliegen. Vor der Änderung war der 31. Dezember Stichtag gewesen.

5. Juli-Änderung: Midijober dürfen mehr Geld verdienen

Wer mehr als 450 Euro im Monat verdient, die Obergrenze von 850 Euro brutto aber nicht überschreitet, gilt in Deutschland als Midijobber. Ab Juli dürfen die Midijobber mehr verdienen: bis zu 1300 Euro brutto.