Mietpreise

Neues Bündnis will mehr günstige Wohnungen bauen

Angesichts steigender Mieten wollen die niedersächsische Regierung, Mieter- und Vermieterverbände gemeinsam für mehr günstige Wohnungen sorgen. Dazu haben sie am Mittwoch in Hannover ein "Bündnis für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen" gegründet.


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 (Foto: picture alliance / Silas Stein/d)

Das Ziel: Möglichst schnell Wege finden, um mehr günstige Wohnungen zu bauen. Denn rund 300 000 Wohnungen sollen bis 2035 fehlen, wie die Niedersächsische Investitions- und Förderbank (NBank) berechnete.

Investoren pochen besonders auf weniger Bauauflagen und mehr finanzielle Unterstützung vom Staat. "Wir müssen feststellen, dass es der Markt eben nicht regelt, bezahlbaren Wohnraum herzustellen", sagte der Direktor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Heiner Pott. Um günstige Wohnungen für Investoren attraktiver zu machen, schlug er vor, dass der in Niedersachsen geltende Quadratmeterpreis für Sozialwohnungen von 5,60 Euro auf 6,50 Euro angehoben werden könnte. Gleichzeitig sollten diese Wohnungen kleiner sein.

Umwelt- und Bauminister Olaf Lies (SPD) erklärte sich bereit, mehr Geld für die Förderung von günstigen und Sozialwohnungen auszugeben. Außerdem werde er sich einsetzen, bürokratische Hürden abzubauen, damit das Bauen günstiger wird. Zurzeit müsse jede Wohnung einen Parkplatz haben. Diese Regel könne man etwa überdenken und das öffentliche Verkehrsangebot ausbauen. Die Mieten sind in den vergangenen Jahren trotz Maßnahmen wie der Mietpreisbremse besonders in größeren Städten gestiegen.

(dpa)