Klinikum Oldenburg

Neue Durchsuchungen im Fall des Ex-Pflegers Niels Högel

Im Fall des verurteilten Patientenmörders Niels Högel hat es am Mittwoch neue Durchsuchungen im Klinikum Oldenburg gegeben. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten Diensträume und die Privatwohnung eines Mitarbeiters durchsucht, sagte ein Polizeisprecher.


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 (Foto: picture alliance / Ingo Wagner/d)

Papierunterlagen und Speichermedien seien sichergestellt worden. Zunächst hatte die "Nordwest-Zeitung" über den Einsatz berichtet. Inzwischen wird nach Angaben des Polizeisprechers gegen fünf ehemalige verantwortliche Mitarbeiter des Oldenburger Krankenhauses wegen Totschlags durch Unterlassen ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft hat Högel wegen Mordes in 98 Fällen angeklagt, für die er ab Oktober erneut vor Gericht steht. Für sechs Taten musste sich der Ex-Pfleger bereits vor Gericht verantworten, er sitzt seitdem im Gefängnis - lebenslange Haft lautete das Urteil. Högel hatte seinen Patienten eigenmächtig Medikamente gespritzt, die tödliche Nebenwirkungen hatten. Anschließend versuchte er, seine Opfer wiederzubeleben, um Kollegen sein Können zu beweisen. Lange Zeit hatte Högel nur die sechs Taten eingeräumt, für die er in zwei Prozessen verurteilt worden war. Inzwischen hat er auch die übrigen Morde weitgehend gestanden.

(dpa)