29. November 2025 – dpa

Mangel an Kitaplätzen

Studie: Über 85.000 Kitaplätze fehlen in NRW

Viele Eltern in Nordrhein-Westfalen suchen immer noch lange ohne Erfolg einen Kitaplatz. Eine neue bundesweite Studie zeigt eine Ost-West-Spaltung.

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Wie verbreitet es ist, dass Wunsch und Wirklichkeit bei der Kinderbetreuung auseinanderklaffen, hängt vom Wohnort ab. (Symbolfoto)

Für rund 85.000 Kinder unter drei Jahren fehlen in Nordrhein-Westfalen nach einer neuen Studie Kitaplätze. Damit haben im bevölkerungsreichsten Bundesland 18 Prozent der unter Dreijährigen mit Betreuungsbedarf keinen Platz, wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Bundesweit fehlen demnach 300.000 Plätze - 14,2 Prozent der Kinder unter drei Jahren gehen leer aus. Laut der Studie wünschen sich Eltern für insgesamt 1,1 Millionen Kinder dieser Altersgruppe in Deutschland einen Betreuungsplatz. Rund 800.000 Kinder wurden institutionell betreut.

In die Berechnung des arbeitgebernahen Instituts eingeflossen war eine repräsentative Befragung der Regierung zu den Betreuungswünschen. Das IW verwendete zudem Betreuungs- und Gesamtdaten des Statistischen Bundesamts zu Kindern.

Die Zahlen schwanken über die Jahre. Die meisten Kinder waren laut der Erhebung 2023 in institutioneller Betreuung, nämlich 857.000 Mädchen und Jungen. Bis heute sank die Zahl um 56.000. Als Hauptgrund nennt das Institut stark gesunkene Kinderzahlen.

Wie verbreitet es ist, dass Wunsch und Wirklichkeit bei der Kinderbetreuung auseinanderklaffen, hängt vom Wohnort ab. In Ostdeutschland haben laut Studie 7,3 Prozent der Kinder unter drei mit Bedarf keinen Platz - in Westen 15,6 Prozent. In NRW (18 Prozent) ist die Lücke nach Bremen (18,9), Rheinland-Pfalz (18,7) und dem Saarland (18,5) am größten.

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