Nordhorn

Nach Leck auf Erdölfeld beraten Behörden weiteres Vorgehen

Bis zu 220 Millionen Liter giftiges Wasser könnten auf einem Erdölfeld in Emlichheim unerkannt in den Untergrund geflossen sein. Nun wollen Behörden über das weitere Vorgehen informieren, denn der Aufschrei gerade von Umweltschützern ist groß.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Millionen Liter gesundheitsschädliches Lagerstättenwasser sind auf einem Erdölfeld in Emlichheim unbemerkt ausgetreten - nun beraten die Behörden das weitere Vorgehen. Am Montag wollen Landkreis Grafschaft Bentheim, Samtgemeinde Emlichheim und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie gemeinsam mit dem Erdölproduzenten Wintershall Dea in Nordhorn über jüngste Entwicklungen informieren.

Bei einer Bohrung sind rund vier Jahre lang unbemerkt Tausende von Kubikmetern Lagerstättenwasser in den Untergrund gesickert, weil eine doppelwandige Verrohrung durch Korrosion undicht geworden war. Die Panne fiel erst im vergangenen Herbst auf. Grundwasser wurde dadurch kontaminiert, oberflächennahes Grundwasser ist allerdings noch nicht betroffen. Nun sollen mit einer zweiten Bohrung das Ausmaß des Schadens erfasst und das Wasser beseitigt werden.

(dpa)