Nordsee

Nach Hitzesommer 2018: Touristen haben wieder Lust auf Nordsee

Wer auf dem Festland schwitzt, findet auf den Inseln noch angenehme Sommerfrische. Die Touristikbranche an der Küste rechnet zur Hauptsaison mit einem ähnlichen Ansturm wie im Vorjahr. Dabei spielt das Wetter eine entscheidende Rolle.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Mit Beginn der Sommerferien in Niedersachsen und bald auch Nordrhein-Westfalen erwarten die Ferienorte an der Küste wieder einen Besucheransturm. Bereits 2018 waren 12,5 Millionen Übernachtungen ein Rekord für Ostfriesland. "Natürlich spielte uns dabei das gute Wetter in die Karten", sagte Imke Wemken von der Ostfriesland Tourismus Gesellschaft. Die Branche profitiere aber auch vom generellen Trend, den Urlaub im eigenen Land zu verbringen. So liegen die Buchungszahlen überwiegend auf ähnlich gutem Niveau wie im Vorjahr; in einigen Orten sieht es noch besser aus.

"Wenn der Rest des Landes schwitzt, ist es bei uns immer noch angenehm", sagte Göran Sell von der Tourismusgesellschaft Ostfriesische Inseln. Freie Betten in Hotels und Ferienwohnungen gibt es zwar noch in fast allen Kategorien, stellenweise müssen Urlauber aber schon suchen. Langeoog ist nahezu ausgebucht, auf Borkum sind nur noch vereinzelt Unterkünfte verfügbar, hohe Auslastung verzeichnen auch Norderney, Wangerooge, Spiekeroog und Juist.

Breites Angebot für Urlauber

Die Urlauber finden auf allen Inseln ein breites Angebot - von Strandkörben über Thalasso-Anwendungen, Wattwanderungen bis zu Sportkursen am Strand und auf dem Wasser. Daneben stehen Live-Konzerte, Zirkus oder Dünen-Singen auf dem Programm.

Viele Touristiker rechnen in den nächsten Tagen mit weiteren Buchungen für die Sommerferien. "Das Wetter ist einfach der Motor für Spontanbuchungen", sagte Ingrid Funke von der Kurverwaltung Dangast.

Kurzentschlossene Gäste sollten sich aber an die Reisexperten der Zimmervermittlung wenden, riet Wolfgang Lübben von der Staatsbad Norderney GmbH. "Insbesondere bei Unterkunftsmöglichkeiten mit Hund kann es schon mal knapp werden", sagte Marcus Harazim für das Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel. Zu Stoßzeiten an den Wochenenden kann es bei der tideabhängigen Schifffahrt vorkommen, dass bestimmte Fähren ausgebucht sind, etwa von Neuharlingersiel nach Spiekeroog.

(dpa)