Landgericht Braunschweig

Mutmaßlicher Helfer bei Automatensprengung schweigt vor Gericht

Ein mutmaßlicher Helfer bei der Sprengung von Geldautomaten in Wolfenbüttel will sich vor Gericht nicht äußern.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

"Mein Mandat wird keine Angaben machen", sagte Verteidiger Peter Schäfer am Dienstag zum Prozessauftakt im Braunschweiger Landgericht. Dem 29-jährigen Niederländer wird Beihilfe zum schweren Bandendiebstahl und zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen.

Für die Tat im April 2018 soll der Angeklagte Gasschläuche mit Isolierklebeband so präpariert haben, dass die Geldbehälter bei der Sprengung nicht beschädigt werden. An Klebeband am Tatort in der Wolfenbütteler Innenstadt wurden laut Staatsanwaltschaft DNA-Spuren des Beschuldigten gefunden. Mindestens vier Mitglieder einer niederländischen Bande sollen in der Nacht mit rund 340 000 Euro entkommen sein.

Gefasst wurden die Täter bisher nicht. Unklar ist auch, wo sich die Beute befindet. Für seine Hilfe im Vorfeld der Tat soll der Angeklagte belohnt worden sein. Die Höhe der Summe ist nicht bekannt. Der Prozess wird mit Zeugenbefragungen fortgesetzt. Ein weiterer Verhandlungstermin ist für den 11. November anberaumt.

(dpa)