Schneller im Netz

Ministerpräsident Weil sieht "Aufholjagd" bei schnellem Internet

In Niedersachsen kommt die Versorgung mit schnellen Internet-Verbindungen laut Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) voran.


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 (Foto: picture alliance / Holger Hollem)

Landesweit seien etwa 80 Prozent der Haushalte mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Netz unterwegs, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Wir befinden uns in einer Aufholjagd, aber sind noch nicht am Ziel." Möglichst schnell sollten alle Gebäude in dieser Qualität angebunden sein. "Und die nächste Etappe ist schon klar definiert: bis 2025 wollen wir in Niedersachsen flächendeckend das Giga-Netz zur Verfügung haben, also einen Internetzugang mit bis zu 1000 Mbit pro Sekunde", sagte Weil.

Effiziente Unterstützung des Bundes nötig

Erreicht werden soll das über eine Mischung aus Glasfasernetz und dem neuen Mobilfunkstandard 5G. Dafür sei eine effiziente Unterstützung des Bundes nötig. Weil: "Es gibt viele Klagen von Bürgermeistern, die darauf aufmerksam machen, dass einer Förderung durch den Bund bislang ein bürokratischer Hürdenlauf vorangeht, der mit digitaler Effizienz wenig zu tun hat." Auch IHKN-Chefin Susanne Schmitt kritisiert diese bürokratischen Hürden. «Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie auf ein einfacheres Abrufen von Bundesmitteln hinwirkt, dann wären wir schon einen Riesenschritt weiter», sagte die Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen im dpa-Interview.

Kupferleitungen reichten für die Datenmengen der Betriebe nicht mehr: "Zukunftsfähig ist nach Ansicht aller Experten die Glasfaserleitung - nur sie wird in der Lage sein, künftig auch im Gigabit-Bereich übertragen zu können." Da das Arbeiten von zu Hause ("Home Office") zunehmen werde, sei ein flächendeckender Glasfaserausbau unabdingbar.

(dpa)