Emsland

Ministerpräsident Weil besucht medizinisches Versorgungszentrum

Hausärzte drohen knapp zu werden auf dem Land. Eine Lösung könnten Medizinische Versorgungszentren sein - Ministerpräsident Weil besichtigt am Mittwoch im Emsland ein solches.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erkundigt sich am Mittwoch im Emsland nach der hausärztlichen Versorgung auf dem Land. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Stephan Weil: Arbeit und Dialog" arbeitet der SPD-Politiker im Medizinischen Versorgungszentrum in Werlte mit. Abends stellt er sich der Diskussion mit Bürgern, teilte die Staatskanzlei mit.

Der Ärztemangel auf dem Land ist ein großes Problem im Flächenland Niedersachsen. Zahlreiche Hausärzte scheiden in den nächsten Jahren aus dem aktiven Berufsleben aus, vielerorts gibt es noch keine Nachfolgeregelung. Nachwuchsmediziner scheuen den anstrengenden Beruf des Hausarztes und bevorzugen überdies die großen Städte. Daher ist die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in der Fläche ein großes Problem, mit dem sich auch die Landespolitik befasst.

In Werlte wird mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) landesweit erstmals ein neuer Weg beschritten. Dort werden in den nächsten Jahren die drei ansässigen Hausärzte in den Ruhestand gehen. Mit der Eröffnung des MVZ im Sommer 2018 habe die Stadt Werlte eine Lösung geschaffen, die über die allgemeinmedizinische Versorgung hinausgehe, so die Staatskanzlei.

In Kooperation mit dem Hümmling Hospital in Sögel werden orthopädische Sprechstunden im MVZ angeboten. Die angestellten Ärzte können sich auf ihre medizinische Tätigkeit konzentrieren, während sich der Geschäftsführer des MVZ um die administrativen Aufgaben kümmert.

(dpa)