Hannover

Millioneninvestitionen in Herrenhäuser Gärten – neuer Besucherrekord

Vor drei Jahren zeigte sich Ex-US-Präsident Obama bei seinem Besuch begeistert von den berühmte Herrenhäuser Gärten in Hannover. Nach einem Besucherrekord im vergangenen Jahr sind nun Millionen-Sanierungen notwendig.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Prachtvolle Beete, ein Irrgarten und eindrucksvolle Wasserspiele: Die berühmten Barockgärten in Hannover-Herrenhausen ziehen Gäste aus aller Welt an. In diesem Jahr stehen nun Sanierungsarbeiten für rund 20 Millionen Euro an, außerdem soll ein neues Schauhaus im Berggarten gebaut werden. Insgesamt sind 29 einzelne Vorhaben geplant, sagte Gartendirektor Ronald Clark der Deutschen Presse-Agentur.

Zu den größten Projekten mit einem Wert von etwa fünf Millionen Euro gehört die Instandsetzung der Wasserkunst. Nachdem die Wasserräder und Pumpen jahrelang nicht betreten werden konnten, sollen sie in diesem Jahr wieder für Besucher öffnen.

Ab Herbst soll außerdem das historische Gartentheater erneuert werden. Dort finden in den Sommermonaten Konzerte, Open-Air-Kinoabende und Tanznächte statt. "Die Veranstaltung ist besonders bei jungen Leuten beliebt", sagte der Gartendirektor. Auch die Wasserspiele und die Illuminationen, also die abendliche Beleuchtung des Gartens untermalt von Barockmusik, erfreuten sich großer Beliebtheit.

Mit einem neuen Schauhaus im Berggarten, der gegenüber dem Barockgarten liegt, sollen außerdem zusätzliche Besucher angelockt werden. Auf der Fläche des bisherigen Kanarenhauses ist unter anderem Platz für Pflanzen der Kanarischen Inseln sowie eine tropische Riesenseerose vorgesehen. Gartendirektor Clark rechnet mit einer Fertigstellung des neuen Schauhauses im Jahr 2022.

In den vergangenen Jahren stiegen die Besucherzahlen der Herrenhäuser Gärten weiter an. 2018 zählten die Betreiber rund 615 000 Gäste aus etwa 100 Ländern. "Das war ein Rekord", sagte Clark. In den Sommermonaten komme etwa jeder fünfte Gast aus dem Ausland. "Der Anteil internationaler Gäste hat sich sehr stark gesteigert", sagte der Direktor.

Spitzenreiter im letzten Jahr waren Gäste aus China, gefolgt von Großbritannien und den Niederlanden. Auch aus Russland, Polen, Frankreich und Japan kamen viele Besucher.

(dpa)