Borkum

Mecklenburgische Dampflok besucht Nordseeinsel Borkum

Dass Lokomotiven unterwegs sind, liegt in der Natur der Sache. Nicht so alltäglich ist eine historische Dampflok, die von Mecklenburg auf eine Nordseeinsel verschifft wird. Für gut eine Woche besucht der "Molli" aus Kühlungsborn die Insel Borkum.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Ungewöhnlicher Besuch für die Nordseeinsel Borkum: Eine historische Dampflok aus dem Ostseebad Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern wird am Mittwoch auf die Insel transportiert und soll dort zwischen dem 14. und 22. September zwischen dem Hafen und dem Ort verkehren. Der "Molli" und die Borkumer Kleinbahn teilen sich die seltene Spurweite von 900 Millimetern, wie "Molli"-Chef Michael Mißlitz sagte. Mit dieser Spurbreite gebe es in Deutschland nur diese zwei Bahnen und da beide an der Küste verkehrten, sei es doch eine schöne Geschichte, wenn der "Molli" zu Besuch komme.

Am Dienstag soll die Lok in Bad Doberan bei Rostock auf einen Tieflader gehoben und nach Emden gefahren werden. Dort gehe es auf die Fähre nach Borkum, wo sie am Mittwoch ankommen soll. "Von den Kosten her geht das alles", sagte Mißlitz. Die Schiffspassage koste nichts, da die Fährlinie zur Borkumer Bahn gehöre.

Die Lok auf Reisen ist eine von fünf, die die Mecklenburgische Bäderbahn auf der rund 15 Kilometer langen Strecke von Bad Doberan über Heiligendamm nach Kühlungsborn betreibt. Auswirkungen auf den Betrieb der Stammstrecke habe das nicht: "Wir schicken die kleine Lok weg", erklärte Mißlitz.

Sie ziehe sonst nur zur Hochsaison einen Sonderzug und komme nicht im regulären Verkehr zum Einsatz, weil sie die Höchstgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometer auf der "Molli"-Strecke nicht schaffe. "Deshalb hat das auf unserer Stammstrecke gar keine Auswirkungen." Auf Borkum sind mehrere Abfahrten täglich geplant und einige Highlights für Eisenbahnfreunde, wie eine Parallelfahrt von "Molli" und des heimischen Zuges mit der historischen Dampflok "Borkum".

(dpa)