Hausbrand in Wolfenbüttel

Mann schwebt nach Sprung in Rettungspolster in akuter Lebensgefahr

Auf der Flucht vor einem Feuer springt ein Mann aus einem Fenster in ein Rettungspolster und verletzt sich dabei lebensgefährlich. Bei drei weiteren Menschen aus dem Haus besteht der Verdacht einer Rauchvergiftung. Eine Schwangere wurde vorsorglich behandelt.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Mehrere Verletzte im Krankenhaus

Bei dem Brand eines Mehrfamilienhauses in Wolfenbüttel sind vier Menschen verletzt worden. "Ein Mann zog sich bei einem Sprung in ein Rettungspolster lebensgefährliche Verletzungen zu", sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. Nach Auskunft der Rettungskräfte vom Dienstagabend landete der Mann unglücklich auf dem Luftkissen und kippte dann zur Seite. "Er wird wegen seines akuten Zustands auf einer Intensivstation behandelt", sagte der Sprecher.

Drei weitere Menschen befinden sich ihm zufolge wegen Rauchgasvergiftungen zur Beobachtung im Krankenhaus. Zwei von ihnen seien über eine Drehleiter aus dem alten Fachwerkhaus geholt worden. Eine Schwangere sei vorsorglich behandelt worden, habe die Klinik inzwischen aber wieder verlassen.

Löscharbeiten dauerten länger als erwartet

Die Löscharbeiten waren nach Angaben von Feuerwehrsprecher Tobias Klein erst am Mittwochnachmittag beendet. Wegen neuer Rauchentwicklung waren die Einsatzkräfte zuvor noch einmal ausgerückt, um Glutnester zu bekämpfen. Das Haus in der Wolfenbütteler Innenstadt werde weiter beobachtet, um ein erneutes Auflammen zu verhindern, sagte Klein.

Brandursache noch immer unklar

Warum das Feuer in dem dreistöckigen Haus ausbrach, ist für die Ermittler noch unklar. Der Fachwerkbau stand bereits in Flammen, als die Feuerwehr am späten Abend am Einsatzort ankam. "Einige Bewohner waren zu dem Zeitpunkt schon allein aus dem Haus gekommen", berichtete der Polizeisprecher.

Von den 21 gemeldeten Personen gelte niemand mehr als vermisst. Viele seien bei Freunden und Bekannten untergekommen. "Das Haus darf derzeit nicht betreten werden, weil nicht auszuschließen ist, dass die Decke noch einstürzt", erklärte der Polizeisprecher. Die Ermittlungen in dem völlig zerstörten Gebäude werden ihm zufolge noch lange dauern.

(dpa)