Libellen

Libellen in Niedersachsen haben es schwer

Schon vor zig Millionen Jahren waren die Vorfahren unserer heutigen Libellen unterwegs. Mittlerweile müssen die so grazil wirkenden Insekten um ihre Zukunft bangen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Die 73 in Niedersachsen und Bremen heimischen Libellenarten leiden zunehmend unter der Zerstörung ihrer Lebensräume. Viele Arten seien gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht, teilte der Naturschutzbund Nabu mit. Die meisten Libellen leben an Seen, Teichen oder Moorgewässern. "Wenn also Moore und andere Feuchtbiotope trockengelegt, Flüsse begradigt oder Uferbereiche umstrukturiert werden, steht oft die Existenz der lokalen Libellenpopulationen auf dem Spiel", sagte Nabu-Sprecher Matthias Freter. Auch die anhaltende Dürre zerstöre viele Lebensräume.

Libellen sind nicht nur ausgezeichnete Flieger, die in der Luft Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern erreichen können, sondern auch ein wichtiges Glied in der Nahrungskette. Sie jagen kleinere Insekten wie Mücken oder Bremsen, dienen selbst aber wiederum als Futter vieler Vogelarten. Für Menschen sind die Libellen übrigens völlig harmlos: Sie haben keinen Stachel und beißen auch nicht.

(dpa)