Saisonstart

Letzter Schliff für den "Halunder Jet" - neue Saison startet früh

Noch laufen die Arbeiten im Dock auf Hochtouren, doch schon Samstag geht es wieder los: Der Katamaran "Halunder Jet" steuert von Hamburg aus Helgoland an. Der frühe Start in die neue Saison ist ein Test.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Schweißen, malern, den Unterboden prüfen: Der Helgoland-Katamaran "Halunder Jet" bekommt auf der Hamburger Norderwerft derzeit den letzten Schliff für die neue Saison. Von Samstag an fährt das Schiff wieder täglich ab Hamburg über Cuxhaven zur Felseninsel. Die Reederei startet in diesem Jahr deutlich früher, um zu testen, ob die Saison Stück für Stück erweitert werden kann. Für den ersten Fahrtag seien bereits mehr als 200 Buchungen eingegangen, sagt die Geschäftsführerin der FRS Helgoline, Birte Dettmers. "Das ist für die sehr frühe Jahreszeit sehr gut."

Doch bevor die Urlauber wieder bei den Landungsbrücken an Bord gehen können, ist im Dock noch einiges zu tun. Der Anker wird an einen anderen Platz verlegt, es stehen noch Elektroarbeiten an und zusätzliche Regale werden eingebaut, um mehr Staufläche zu schaffen. Zum Schutz vor Schmutz sind auf dem Boden Teppichstücke ausgelegt und Sitze mit Folie abgedeckt.

"Grundsätzlich gehen wir einmal im Jahr mit unserem Schiff in die Werft", berichtet Dettmers. In diesem Jahr kommt hinzu, dass das 2018 gebaute Schiff noch Garantie hat - auch deshalb soll noch einmal ganz genau geschaut werden, ob alles den Erwartungen entspricht. Kapitän Dirk von Appen (34) überwacht und koordiniert die Arbeiten.

Das 17 Millionen Euro teure Schiff wurde von der australischen Werft Austal auf den Philippinen gebaut. Mit gut 56 Metern ist der Katamaran vier Meter länger als der alte "Halunder Jet". Es können laut Reederei rund 680 Passagiere an Bord - das sind knapp 100 Personen mehr als auf der alten Fähre gleichen Namens.

Rund 97 000 Fahrgäste nutzten den neuen Katamaran in seiner ersten Saison, die Anfang November vergangenen Jahres offiziell endete. Das war laut Reederei eine Auslastung von durchschnittlich 81 Prozent. Um den Jahreswechsel gab es dann erstmals ein Winter-Spezialangebot mit dem Katamaran, das knapp 1400 Passagiere nutzten.

(dpa)