Rückgriffspakt

Land und Kommunen wollen Zahlungsmoral von Elternteilen verbessern

Zahlt ein Elternteil keinen Unterhalt für seine Kinder, springt der Staat Alleinerziehenden unterstützend zur Seite - und fordert später oft das Geld zurück. Meistens geschieht dies vergeblich. Niedersachsens Sozialministerin will das nun ändern.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Wenn sich getrennt lebende Väter oder Mütter für den Unterhalt ihrer Kinder nicht verantwortlich fühlen, schießt oft der Staat das Geld vor. Grundsätzlich muss der säumige Elternteil das Geld zurückzahlen - doch daran hapert es vielfach. Die sogenannte Rückholquote liegt derzeit im Schnitt bei 13 Prozent. Die niedersächsische Landesregierung will dies gemeinsam mit den Kommunen ändern.

Dazu wird Sozialministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag gemeinsam mit Vertretern der kommunalen Spitzenverbände einen "Rückgriffspakt" unterzeichnen. Gegen säumige Zahler soll künftig gezielter mit Ordnungsstrafen vorgegangen werden, außerdem wollen Land und Kommunen ihre Verfahrensabläufe besser koordinieren. Im vergangenen Jahr zahlte das Land Niedersachsen 218,4 Millionen Euro Unterhaltsvorschuss. Rund 84 000 Kinder und Jugendliche profitierten davon.

(dpa)