Prozess

Krank seit Organspende - Schmerzensgeld-Klage vor dem BGH

Ein Organspender aus Thedinghausen im Kreis Verden streitet am Dienstag (10.00 Uhr) vor dem Bundesgerichtshof (BGH) um Schmerzensgeld und Schadenersatz wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen seit den Eingriffen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Er und eine andere Klägerin aus Dortmund sind der Ansicht, dass sie nicht korrekt über die Risiken aufgeklärt wurden, und haben die Uniklinik Essen und die dortigen Ärzte verklagt.

Beide hatten nahen Angehörigen eine Niere gespendet. Seither leiden sie nach eigener Darstellung an Niereninsuffizienz und chronischer Erschöpfung. Bisher hatten sie mit ihren Klagen keinen Erfolg.

Die Gerichte der Vorinstanzen stellten zwar fest, dass es bei der Aufklärung Mängel gab. Sie waren aber überzeugt, dass beide auch dann die Niere gespendet hätten, wenn sie sämtliche Risiken gekannt hätten. Der BGH kann sein Urteil direkt am Verhandlungstag verkünden oder dafür einen eigenen Termin ansetzen. (Az. VI ZR 318/17 u.a.)

(dpa)