Bremen

Kommt Rot-Rot-Grün? Dreierrunden in Bremen beraten erstmals

Die Suche nach einer Regierung für Bremen geht in die entscheidende Woche. Die SPD hofft, dass vom kleinsten Bundesland ein Signal für ein rot-rot-grünes Bündnis ausgeht - auch angesichts der angespannten Lage nach dem Rücktritt vom Parteichefin Nahles.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Eine Woche nach der Landtagswahl in Bremen beraten die Parteien am Montag erstmals in getrennten Dreierrunden, wer eine gemeinsame Basis für Koalitionsverhandlungen findet. CDU und SPD ringen im kleinsten Bundesland darum, wer sein Bündnis an die Regierung bringt. Den Grünen kommt dabei die Schlüsselrolle zu: Sie wollen Ende der Woche festlegen, mit wem sie über eine Koalition verhandeln.

Die SPD hofft, trotz ihrer Stimmverluste an der Macht zu bleiben. Dazu muss sie erneut die Grünen gewinnen und zusätzlich die Linkspartei ins Boot holen. Es wäre die erste rot-rot-grüne Regierung in einem westdeutschen Bundesland. Auch für die SPD in Berlin ist es angesichts ihrer aktuellen Lage nach dem Rücktritt von Parteichefin Andrea Nahles strategisch wichtig, was an der Weser geschieht.

Die CDU mit dem Politneuling Carsten Meyer-Heder wurde vor rund einer Woche im einst roten Bremen erstmals stärkste Kraft, sie will eine Jamaika-Koalition mit Grünen und FDP bilden.

Eine große Koalition mit der CDU hat die SPD in Bremen bisher klar ausgeschlossen. Nach dem schlechtesten Ergebnis ihrer Geschichte wollen die Sozialdemokraten die Regierung in ihrer einstigen Hochburg nicht kampflos abgeben. Es gebe eine linke Mehrheit aus SPD, Grünen und Linkspartei, argumentiert der bisherige Regierungschef Carsten Sieling (SPD). "Die SPD steht für einen Aufbruch", sagt Sieling.

(dpa)