Kirche

"Kollektomat" soll Kirchenbesuchern das Spenden erleichtern

Karte reinstecken, auf einen Betrag tippen, Spendenquittung bekommen: So einfach ist das Spenden in der Marktkirche in Hannover geworden. Dort gibt es jetzt einen "Kollektomaten". Hat der Klingelbeutel nun ausgedient?


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 (Foto: picture alliance/dpa)

EC-Karte vorhalten statt Münzen in den Klingelbeutel werfen: Die Marktkirche in der Landeshauptstadt hat als erstes Gotteshaus in der Hannoverschen Landeskirche einen "Kollektomaten" bekommen. Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann stellt das Gerät am Donnerstag vor.

"Viele ausländische Besucher sind es gewohnt, bargeldlos zu zahlen und haben gar kein Kleingeld mehr dabei", sagt die Pastorin. Das neue Gerät sehe sehr elegant aus. Es biete die Möglichkeit, unkompliziert und nur mit Auflegen einer EC- oder Kreditkarte feste Beträge zu spenden. Auch das kontaktlose Spenden per Smartphone sei möglich. Den klassischen Klingelbeutel wird es im Gottesdienst aber weiter geben.

Mit dem Pilotprojekt sieht sich die Marktkirchen-Gemeinde in Niedersachsen als einer der Vorreiter im Bereich des digitalen und bargeldlosen Spendens. In Kirchen in Skandinavien oder England gebe es solche Geräte schon länger, berichtet Pastorin Kreisel-Liebermann. Auch Kirchen etwa in Bonn und Duisburg haben schon mit ähnlichen Modellen erste Versuche unternommen.

In Niedersachsen hat bisher die katholische Kirchengemeinde St. Cyriakus in Duderstadt ein ähnliches Gerät - dort können Kirchenbesucher über ein normales EC-Kartenlesegerät Geld spenden. Vor allem bei Touristen gebe es eine Bereitschaft, für den Erhalt der Basilika in Duderstadt auf diesem Wege zu spenden, hieß es von der Kirchengemeinde zum Start des Projektes 2017. Duderstadt ist innerhalb des Bistums Hildesheim die einzige Kirche mit so einer Möglichkeit, Geld zu spenden.

(dpa)