Umwelt

Knapp 500 Anträge zur Förderung von Schutz gegen Wölfe eingegangen

Die Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen sehen etliche Menschen kritisch. Wolfsberater sollen über die Tiere aufklären. Auf Wanderungen können Vorurteile abgebaut werden - das zumindest ist die Hoffnung der Organisatoren.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Bei den Behörden in Niedersachsen sind in diesem Jahr bisher 484 Anträge zur Förderung von Herdenschutzmaßnahmen gegen Wölfe eingegangen. Das teilte das niedersächsische Umweltministerium in Hannover mit. Hobby- und Profihalter von Schafen, Ziegen und Gatterwild, die wolfsabweisende Zäune anschaffen, werden damit finanziell unterstützt. Die Niedersächsische Landesregierung übernimmt die Kosten für die Zäune zu 100 Prozent. Bisher seien 116 der 484 Anträge bewilligt worden, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Einer EU-Regelung entsprechend früher nur bis zu 80 Prozent der Kosten übernommen worden. Niedersachsen hatte mit mehreren anderen Bundesländern die EU-Kommission aber zur Änderung der Regelungen aufgefordert. Dadurch sei eine Anpassung der sogenannten Richtlinie Wolf möglich geworden, hieß es. Die Förderung zum Herdenschutz ist danach aber auf 30 000 Euro pro Jahr und Empfänger begrenzt.

Im vergangenen Jahr gab es in Niedersachsen nach Angaben des Umweltministeriums 151 nachweisliche Übergriffe von Wölfen, bei denen 370 Nutztiere getötet oder später eingeschläfert werden mussten. In diesem Jahr wurden bislang 46 Übergriffe auf 122 Nutztiere registriert.

(dpa)