Bremen

Islamist abgeschoben

Die Bremer Behörden haben einen algerischen Islamisten in seine Heimat abgeschoben. Der 37-jährige saß seit März 2017 in Abschiebehaft, war dann im November für fünf Tage frei gekommen, jedoch auf Anordnung des Bremer Landgerichtes wieder in Haft genommen worden. Die Bremer Behörden sehen in ihm einen Unterstützer der Terrormiliz IS.


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Symbolbild (Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Eigentlich sollte der Mann schon im November abgeschoben werden. Das wurde damals aber vom Bundesverwaltungsgericht mit der Begründung untersagt, dass aus Algerien keine ausreichende Zusicherung für eine menschenwürdige Behandlung des Mannes vorliege. Das hat sich seit sich seitdemoffenbar geändert.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus» geht die Abschiebung auf eine vertrauliche Vereinbarung zwischen Bundespolizei-Präsident Dieter Romann und seinem algerischen Amtskollegen Abdelghani Hamel zurück. Hamel soll danach Romann bereits vor Wochen sein Ehrenwort gegeben haben, dass der 37-jährige nach einer Rückkehr weder verhaftet noch gefoltert werde.