Nachbar Storch

In Braunschweig halten diese Nachbarn selten die Klappe

Seit fast drei Jahrzehnten wohnen sie Tür an Tür. Die Bielenbergs und die Störche.


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(Foto: Antenne Niedersachsen)

Was machen eigentlich unsere Störche? Mit dieser Frage beginnt für die Bielenbergs aus Braunschweig jeder Morgen. Seit fast 30 Jahren haben Rainer und Christa ihre ganz besonderen Nachbarn im Auge. Auf einem alten Telegrafenmast haben die Weißstörche ihr Nest gebaut, um die Jungen großzuziehen.

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Christa und Rainer Bielenberg und das Storchennest von Nebenan (Foto: Antenne Niedersachsen)

"Dieses Jahr waren die Störche am 1. Januar wieder da", sagt Rainer. Da war es in Braunschweig noch bitterkalt. Direkt vom Küchenfenster schauen er und seine Frau auf das Nest - dafür hat Rainer extra einen Baum beschnitten um einen Sichtkorridor zu schaffen. Das Fernglas liegt am Fenster immer griffbereit. Christa führt außerdem ein Storchentagebuch. Hier wird Ankunft oder Abflug minutiös dokumentiert. So haben die Bielenbergs auch den Nachwuchs aufgeschrieben. Vier flauschige Storchen-Küken liegen gerade hoch oben im Nest. "Da haben wir sofort den Storchenbeauftragten angerufen", erinnert sich Christa.

Der Storchenvater

Der "Herr der Ringe", Georg Fiedler hatte als Storchenbeauftragter der Stadt Braunschweig seinen luftigen Einsatz in Watenbüttel.

Mit einem Hubsteiger ging es über die Dächer von Watenbüttel. Dort hat er den vier Storchenjungen nummerierte Plastikringe um die Beine verpasst. So könne man die Herkunft des Storchs erkennen. Auch aus weiter Entfernung.

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Storchenbeauftragter Georg Fiedler zeigt die Storchenringe (Foto: Antenne Niedersachsen)

Die Kleinen werden in den nächsten Wochen das Nest verlassen und ihre Umgebung erkunden. Im August steht dann zusammen mit anderen Gruppen die große Reise in den Süden an. Die Störche fliegen aber nicht mehr alle nach Afrika, um ihr Winterquartier aufzuschlagen. Frankreich und Spanien sind inzwischen ebenfalls beliebte Reiseziele.