Fridays-for-Future

Im Norden Tausende zu Demos für mehr Klimaschutz erwartet

Am Klimastreik dürften sich auch in Niedersachsen Tausende beteiligen - nicht nur Schüler. Die Forderungen der Fridays-for-Future-Bewegung stoßen auch sonst auf viel Zustimmung, etwa bei Gewerkschaften. Am Freitag soll es bundesweit auf die Straße gehen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Dem Aufruf zum globalen Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung wollen am Freitag auch in Niedersachsen Tausende folgen. Mehrere Gewerkschaften, städtische Einrichtungen und kirchliche Stellen unterstützen den Protest. Die Bewegung erwartet weltweite Demonstrationen. Sie fordert von der Politik, alles dafür zu tun, dass die Emissionen von Treibhausgasen so schnell wie möglich erheblich reduziert werden. In vielen niedersächsischen Städten sind Demonstrationen geplant, beispielsweise in Hannover, Hildesheim, Göttingen, Osnabrück, Oldenburg, Wilhelmshaven, Wolfsburg, Vechta und Lüneburg.

Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover hatte bei Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen für den Streik geworben. Auch die evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg rief zu Aktionen, Gottesdiensten und Andachten auf. In Göttingen forderte die Organisation Parents-for-Future alle Erwachsenen, Organisationen und Unternehmen auf, auf die Straße zu gehen.

Einige Gewerkschaften unterstützen die Schüler

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen hatte den Schulen vorgeschlagen, dienstkonforme Möglichkeiten zur Teilnahme am Streik zu prüfen. Auch die Gewerkschaft Verdi unterstützt Aktionen für mehr Klimaschutz. Sie rief dazu auf, sich außerhalb der Arbeitszeit zu beteiligen.

Weltweit erwartet Fridays for Future mehrere Hunderttausend Teilnehmer. Allein in Deutschland sind in Dutzenden Städten mehr als 500 Aktionen und Demonstrationen angemeldet. Die von der Schwedin Greta Thunberg angestoßene Protestbewegung wird von Schülern und Studenten getragen. Sie fordern von der Politik mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung und die drohende Klimakatastrophe.

Der Protest richtet sich auch gegen die Sitzung des Klimakabinetts am Freitag in Berlin. Der Ausschuss der Bundesregierung will ein milliardenschweres Gesetzespaket zum Klimaschutz auf den Weg bringen. Viele Umweltorganisationen befürchten, dass die Maßnahmen nicht ausreichen. Fridays for Future appelliert erstmals auch an alle Erwachsenen, sich den Protesten anzuschließen.

(dpa)