Norderney

Hunderte sind reif für die Insel - aber es kann nur eine(n) geben

Fachkräftemangel ist gerade in Touristenorten ein Thema, etwa in der Gastronomie. Für einen ganz speziellen Job auf der Insel Norderney gibt es aber genug Bewerber - sogar aus Übersee.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Traumjob Inselblogger: Für diese spezielle Arbeit auf der Insel Norderney stehen Bewerber jetzt Schlange. 285 Männer und Frauen haben sich bei der Tourismusgesellschaft Staatsbad Norderney gemeldet, um die Nachfolge des scheidenden Inselbloggers Dieke Günther (19) anzutreten. "Im vorigen Jahr hatten wir nur 70 Bewerber", sagte Sarah Rönner vom Inselmarketing. Diesmal hätten Interessenten aus dem ganzen Bundesgebiet, aus den Niederlanden, Russland und Österreich geschrieben, sogar eine derzeit in Australien lebende Deutsche. Die Bewerber sind zwischen 16 und 87 Jahre alt.

"Wichtiger als das Alter ist aber eine gewisse Medienpraxis, verbunden mit der Freude am Filmen, Erzählen und Darstellen", sagte Rönner. Bei einer Vorauswahl seien daher 40 Bewerber ausgeschieden. Die restlichen Interessenten sollen bis zum Ende des Monats gesichtet werden, um eine Entscheidung zu fällen.

Mitte September beginnt dann der Job als neuer Inselblogger. Er oder sie bekommt für ein Jahr eine möblierte Wohnung, Kamera und ein monatliches Taschengeld von 450 Euro. Vorrangige Aufgabe: mit offenen Augen über die Insel gehen, Eindrücke über Angebote und Veranstaltungen schildern, um so Anstöße für Gäste zu geben.

Eine Premiere ist diesmal eine Gruppenbewerbung: Beworben hat sich ein zwölfköpfiges Team des Checkpoint-Newsletters des in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel". Die zwölf Journalisten wollen den Job monatsweise ausfüllen und abwechselnd über das Inselleben berichten.

(dpa)