Absacker

Hilfe! Mein Haus sackt ab!

Das Haus von Angelika Frank wurde unterspült - sie hatte drei Wochen kein Wasser. Leben auf dem Lüneburger Senkungsgebiet.


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(Foto: Antenne Niedersachsen)

"Es hat alles mit einem Rauschen angefangen", sagt Angelika Frank während sie versucht die Eingangstür zu öffnen. Die geht nicht mehr richtig auf, eine Fenster musste sie sogar mit einem Brecheisen öffnen - alles ist verzogen. Viel schlimmer aber: Fast drei Wochen hatte sie kein Wasser. Ein Rohr in der Straße "Auf dem Meere" war gebrochen. Das Trinkwasser unterspülte daraufhin ihr Fachwerkhaus.

Das steht wie viele andere Gebäude auf dem ehemaligen Salzstock der Stadt. Über Jahrhunderte hinweg wurde hier Salz abgebaut - seitdem gerät aber auch der Boden immer wieder in Bewegung, weil sich in der Erde Hohlräume bilden. Immer wieder sackt der Boden ab. An manchen stellen nur weniger Millimeter - an anderen dagegen bis zu 30 cm im Jahr. Die Hausbewohner müssen damit und mit den Folgeschäden leben.

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(Foto: Antenne Niedersachsen)

Duschen im Büro

Auch wenn die zwei Wochen ohne Wasser ihre Pfadfinderfähigkeiten herausgefordert haben - einfach war es nicht, sagt die Hausbewohnerin. Die Nachbarn haben mit Wasser ausgeholfen und geduscht wurde im Büro. Sie ist einfach früher zur Arbeit gefahren. Das große Bauloch vor Angelika Franks Haus ist inzwischen verschwunden - Beton stützt jetzt das Fundament. Sie hofft das sich so etwas so schnell nicht wiederholt.