Oberbürgermeisterwahl

Hannover rüstet sich für spannende Oberbürgermeisterwahl

Hannover rüstet sich für die Oberbürgermeisterwahl am 27. Oktober, die nach dem Rücktritt des bisherigen Rathauschefs Stefan Schostok (SPD) wegen einer Untreueanklage notwendig wird.


Oberbuergermeisterwahl_Hannover.jpg
 (Foto: picture alliance/dpa)

Erstmals in der Nachkriegszeit scheint es nicht ausgemacht, dass erneut die SPD das Spitzenamt im Rathaus besetzt. Rund 14 000 Menschen haben bereits einen Eintrag auf Briefwahl gestellt, seit Anfang der Woche sind die Briefwahlstellen geöffnet, wie die Stadt mitteilte. Rund 406 000 Einwohner sind wahlberechtigt, gut 29 000 davon sind EU-Ausländer. Gerechnet wird mit einer Stichwahl, die am 10. November organisiert werden soll.

Die SPD geht mit dem Stadtwerke-Vorstand Marc Hansmann (49) ins Rennen, der zuvor Kämmerer der Stadt und Ratsmitglied war. CDU-Herausforderer ist der Ex-Vorstandschef von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Eckard Scholz (55). Angesichts des aktuellen Höhenflugs der Grünen werden auch dem grünen Landtagsabgeordneten Belit Onay (38) realistische Chancen eingeräumt. Zehn Kandidaten insgesamt treten bei der Wahl an. Auch die Linke, die Piraten und die Satirepartei Die Partei sowie die AfD schicken Bewerber ins Rennen, außerdem gibt es Einzelbewerber. Im Stadtrat regieren SPD und Grüne derzeit mit FDP-Unterstützung.

Die Justiz hat noch nicht über die Rathausaffäre geurteilt, bei der es um unzulässige Gehaltszuschläge für Schostoks Büroleiter und einen weiteren Spitzenbeamten geht. Ob und wann es zu einem Prozess kommt, hat das Landgericht noch nicht entschieden. Zunächst wird am Donnerstag das Verwaltungsgericht über die Klage des Büroleiters gegen eine Rückforderung der Stadt von zu viel gezahltem Gehalt entscheiden.

(dpa)