GroKo

Große Koalition rückt von starrem Stichtag für Einschulung ab

Die große Koalition in Niedersachsen will von einem starren Stichtag für die Einschulung von Grundschülern abrücken. Man wolle den Schulen mehr Entscheidungsspielraum geben, sagte der designierte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.


Einschulung.jpg
Symbolbild (Foto: picture alliance / Thomas Warnac)

"Ein fünfjähriges Kind ist eben nicht immer so weit wie ein anderes Kind in dem Alter. Künftig können die Schulen sagen: Es gibt hier einen Korridor, in dem Rahmen bewegen wir uns". Die Schulen könnten dann mit den Eltern und den Landkreisen entscheiden, ob das Kind eingeschult werde oder noch im Kindergarten bleibe.

Immer jüngere Kinder werden eingeschult

In den vergangenen Jahren war der Stichtag in drei Schritten vom 30. Juni auf den 30. September verschoben worden. Dadurch wurden immer jüngere Kinder eingeschult. Tonne sagte, im Landtag sei eine Petition von nahezu 20 000 Unterzeichnern eingegangen, die sich gegen die starre Stichtagsregelung ausgesprochen hätten. Daraufhin hätten sich SPD und CDU bei ihren Verhandlungen über eine gemeinsame Landesregierung darauf geeinigt, einen entsprechenden Passus in den Koalitionsvertrag aufzunehmen.