Grippe

Grippewelle führt zu Anstieg bei Notfallpatienten

Als Folge der Grippewelle hat die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) seit Jahresbeginn weit mehr Notfall-Patienten behandeln müssen als in den Sommermonaten.


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 (Foto: picture alliance / Maurizio Gamb)

Dabei stieg nicht nur die Zahl der eingelieferten Menschen mit Grippe-Symptomen, sondern auch die Zahl der Herzinfarkt-Patienten. Die MHH-Ärzte beobachten diesen Effekt schon im zweiten Winter und wollen darüber am Freitag (12.30 Uhr) in Hannover informieren. Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, sinkt nach Überzeugung der Mediziner durch eine Grippe-Impfung vor Beginn der Influenza-Saison. In diesem Winter ist der empfohlene Impfstoff allerdings nicht so wirksam wie erhofft.

Bundesweit hat die Grippewelle einen neuen Höhepunkt erreicht. In der dritten Februarwoche registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) rund 24 000 nachgewiesene Grippefälle. 136 Menschen starben nachweislich nach einer Influenza-Infektion. Die Dunkelziffer ist noch höher. In Niedersachsen wurden in der vergangenen Woche (12. bis 18.2.) 1203 neue laborbestätigte Grippefälle dem Landesgesundheitsamt gemeldet. Die Influenzarate stieg auf den neuen Höchststand für diese Saison von 44 Prozent. Von einer Grippewelle ist die Rede, wenn der Erreger in mehr als 20 Prozent der übermittelten Proben zu finden ist.

Wo die Grippegefahr aktuell am höchsten ist und was ihr beachten müsst, findet ihr in diesem Artikel.

(dpa/Antenne Niedersachsen)