Fähre Borkum

Gericht verhandelt über kostenlose Fähre für Schwerbehinderte

Im öffentlichen Personennahverkehr dürfen Schwerbehinderte umsonst fahren. An Land ist das für Busse und Bahnen juristisch geregelt, beim Fährverkehr zu den Inseln nicht. Das wollen zwei Rentner ändern. Nun soll am Bundesverwaltungsgericht eine endgültige Entscheidung fallen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Muss die Fährfahrt zur Insel Borkum für Schwerbehinderte kostenlos sein? Über diese Frage verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag (10.00 Uhr). Ursprünglich hatte ein Rentner aus Borkum gegen die Reederei AG Ems in Emden geklagt. Dieser Rechtsstreit läuft mittlerweile seit sechs Jahren. Nach zwei Vorinstanzen liegt der Fall nun zur letzten Entscheidung beim Bundesverwaltungsgericht.

Es geht im Kern um die Frage, ob es sich bei dem Fährverkehr nach Borkum um Nah- oder Fernverkehr nach dem Schwerbehindertenrecht handelt. Schwerbehinderte mit einem Ausweis mit dem Merkzeichen G hätten dann Anspruch auf unentgeltliche Beförderung, ebenso eine Begleitperson. Im Fernverkehr fährt nur die Begleitperson gratis. Das Urteill, das sich auf den Fährverkehr zu allen ostfriesischen Inseln auswirken könnte, wird am Nachmittag erwartet.

(dpa)