Solidarische Landwirtschaft

Gemeinsam gegen steigende Bodenpreise und sinkende Erträge

Rund 20 Kleinbauern haben sich bei uns in Niedersachsen dem Konzept angeschlossen – Tendenz: steigend. Die Landwirte gehen dabei direkt Verträge mit Verbrauchen auf lokaler Ebene ein. Unsere Reporterin Sarah Buletta hat sich vor Ort ein Bild gemacht.


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Mehrere private Haushalte verpflichten sich für ein Jahr, für einen gewissen Monatsbeitrag, Lebensmittel abzunehmen. Sie tragen so gemeinsam die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs.

Schon seit einigen Jahren arbeitet Tobias Hartekemeyer nach diesem Prinzip auf seinem Hof Pente in Bramsche bei Osnabrück. Er sagt, nur so kann er dem Strukturwandel trotzen. Das Geld, das seine Mitglieder jeden Monat überweisen, gibt ihm Planungssicherheit und die Möglichkeit seinen Bauernhof ökologisch zu betreiben.

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Unsere Reporterin Sarah Buletta war in Bramsche und hat mit Tobias Hartekemeyer und seinen Kunden über das Konzept der "Solidarischen Landwirtschaft" gesprochen:

Gemeinsam sorgen er und seine Mitglieder mit dem Konzept auch dafür, dass alte Sorten nicht aussterben. Bei der solidarischen Landwirtschaft geht es nicht um Einheitspreise- oder Geschmäcker. Es geht darum, dass alle das bekommen, was sie brauchen. Beim Abholtag jeden Freitag nehmen sich die Mitglieder nur ihren entsprechenden Anteil. Es gibt zwar vorgeschlagene Mengenangaben, kontrolliert wird aber nicht. Das Konzept appelliere an den Gutmenschen in jedem von uns, sagt Hartekemeyer. Rund 300 Mitglieder haben sich Tobias mittlerweile angeschlossen.

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