Niedersachsen

Gefährlicher Schläger weiter auf der Flucht

In Rosdorf bei Göttingen ist ein Mann aus der Sicherungsverwahrung geflüchtet. Er entwischte seinen Betreuern bei einem begleiteten Ausgang. Der Mann gilt als gefährlich.


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 (Foto: picture alliance / Polizei Götti)

Ein als gefährlich eingestufter Sicherungsverwahrter aus der Justizvollzugsanstalt Rosdorf (Landkreis Göttingen) befindet sich weiter auf der Flucht. Von dem 49-Jährigen gab es nach Angaben der Polizei in Göttingen bislang keine konkrete Spur. "Die Fahndung nach dem Mann läuft aber auf Hochtouren", sagte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Die Beamten konzentrieren sich dabei vor allem auf die Region Südniedersachsen. Gefahndet werde aber auch in den angrenzenden Regionen und Bundesländern.

Der unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilte 49 Jahre alte Sicherungsverwahrte war am Montag während eines begleiteten Ausgangs in Duderstadt geflohen. Der Mann hatte dort das Haus seines Vaters besucht. Diese Gelegenheit nutzte er, um sich den beiden Vollzugsbediensteten zu entziehen.

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 (Foto: picture alliance / Stefan Rampfe)

Seit sechs Jahren in Sicherungsverwahrung

Nach Angaben von JVA-Leiterin Christine Weichert-Pleuger befindet sich der 49-Jährige seit 2011 in Sicherungsverwahrung. Davor war er mehrfach wegen diverser Delikte, vor allem aber wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Zuletzt hatte er eine vierjährige Haftstrafe abgesessen. Das Landgericht Göttingen hatte ihn verurteilt, weil er bei einer Wirtshaus-Schlägerei in betrunkenem Zustand einen Kontrahenten mit einem Barhocker niedergeschlagen und erheblich verletzt hatte.

Weil Gutachter und Richter davon überzeugt sind, dass von dem Mann weiterhin eine erhebliche Gefahr ausgeht, wenn er in alkoholisiertem Zustand mit anderen Menschen in Streit gerät, befindet sich der 49-Jährige in Sicherungsverwahrung, wie Weichert-Pleuger sagte.

Der Gesuchte ist laut Polizei etwa 1,72 Meter groß und hat grau meliertes Haar, das zum Zopf gebunden ist. Er war mit einer blauen Jeans, weißen Turnschuhen und einem grau/blauen T-Shirt und Kapuzenpulli bekleidet. Die Polizei appellierte an die Bevölkerung, den Mann nicht anzusprechen, sondern den Notruf 110 anzurufen.

Die Sicherungsverwahrung ist - anders als die Haft - keine Strafe für ein Verbrechen. Sie soll dazu dienen, die Allgemeinheit vor Tätern zu schützen, die ihre Strafe verbüßt haben, aber als gefährlich gelten.