Klimaschutz

Fridays for Future

Bei den "Fridays for Future"-Demonstrationen gehen Schülerinnen und Schüler, Studierende und Klimaaktivsten weltweit seit Monaten jeden Freitag auf die Straßen und demonstrieren für mehr Klimaschutz. Auch bei uns in Niedersachsen treten junge Menschen für mehr Klimaschutz ein. Wir haben euch gefragt, wie ihr zu den "Fridays for Future" steht. Das sind Eure Meinungen!


Demo_1500.jpg
 (Foto: picture alliance/dpa)

Auch heute gehen sie wieder für mehr Umweltschutz auf die Straßen: junge Menschen in Niedersachsen, Deutschland und der Welt. In rund 20 niedersächsischen Städten wie Braunschweig, Emden, Leer, Osnabrück oder Stade finden heute "Fridays for Future"-Demonstrationen statt. Antenne Niedersachsen-Reporter Daniel Flüß ist in Göttingen unterwegs.

Antenne Niedersachsen-Reporter Daniel Flüß bei "Fridays for Future"

  • 1/5
  • 2/5
  • 3/5
  • 4/5
  • 5/5

Wie steht ihr zu den "Fridays for Future"?

Wir wollten von euch wissen, wie ihr zu den "Fridays for Future"-Demonstrationen steht. Das sind eure Meinungen.

Vanessa, Schülerin (17 Jahre)

"Wir müssen jetzt für die Welt kämpfen! Denn was bringt es uns, wenn wir jetzt in die Schule gehen, die Welt außerhalb der Schule aber kaputt ist? Und wenn die Welt nicht mehr so ist, wie wir sie kennen? Wir sind die einzige Generation, die den Klimawandel noch aufhalten kann."

Greta_1500.jpg
Klimaaktivistin Greta Thunberg in Hamburg (Foto: picture alliance/dpa)

Luca, Schüler (16 Jahre)

"Es wird momentan einfach viel zu wenig gegen den Klimawandel und für den Klimaschutz getan. Seit vielen Jahren erwärmt sich die Erde und wir Schüler müssen das jetzt ausbaden. Unser Ziel ist mit den Demonstrationen, dass die Politiker auf uns aufmerksam werden und mehr für den Klimaschutz tun."

Kerstin Beerbom, Mutter

IMG_9017_1500.JPG
Kerstin Beerbim (Foto: Antenne Niedersachsen)

"Wir haben Zuhause diskutiert, ob unser Sohn aufgrund der Demonstrationen von der Schule fern bleiben darf, denn dafür müssten wir ihm eine Entschuldigung für die Schule schreiben. Für uns ist das absolut in Ordnung, weil die Jugendlichen das, wofür sie einstehen möchten, umsetzen. Allerdings geht es bei unserem Sohn jetzt auch auf die Abschlussarbeiten zu und dafür benötigt er den Unterricht. Deshalb würden wir als Eltern in dieser speziellen Situation nur einige begrenzte Teilnahmen an den Demonstrationen verantworten.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil

Stephan_Weil_Mai_2018_1500.jpg
Ministerpräsident Stephan Weil; (Foto: StK / MF / Fotograf Henning Stauch)

"Ich finde es ausdrücklich richtig und kann auch gut nachvollziehen, dass junge Menschen sagen, sie machen sich Sorgen um den Klimawandel und dass sie auch sehr unzufrieden sind mit dem, was bisher passiert ist. Mir ist das Anliegen der Demonstrantinnen und Demonstranten sympathisch, auch wenn gleichzeitig Schulpflicht herrscht. Ich glaube, wir haben das in Niedersachsen klug geregelt, dass wir es den einzelnen Schulleitungen überlassen, angemessen mit der Situation umzugehen. Und wie ich das bisher gehört habe, passiert das auch überall so."

Carsten Huge, Schuldirektor Oberschule Gehrden

Carsten Huge.JPG
Carsten Huge, Schuldirektor Oberschule Gehrden (Foto: Oberschule Gehrden)

"Offiziell schwänzen die Schülerinnen und Schüler den Unterricht, denn es gibt eine Schulpflicht. Inoffiziell muss ich aber sagen, das Thema Klimaschutz ist ein wichtiges Thema und es handelt sich bei den "Fridays for Future"-Demos um regelmäßige Demonstrationen. Ich glaube schon, dass die Jugendlichen begriffen haben worum es bei diesem Thema geht und dass sie deshalb dafür kämpfen wollen und müssen, damit wir Erwachsenen das besser machen als bisher. Außerdem haben wir als Schule auch den Auftrag aufzuklären. Das betrifft nicht nur das Thema Klimawandel, sondern auch Rechte in der Demokratie. Wie kann ich mich für Etwas einsetzen und stark machen? Wir setzen uns auch mit dem Kollegium auseinander, wie wir diese Themen aufgreifen und nachbearbeiten können."

Jutta Volz, Lehrerin an der Oberschule Gehrden

"Zumindest werden die Schülerinnen und Schüler wahrgenommen. Ich glaube nicht, dass man ihre Aktionen komplett übersehen oder überhören kann. Ob sie ihre Ziele erreichen, bleibt abzuwarten. So ist das in der Demokratie ja immer: Wir müssen Mehrheiten für etwas finden. Aber die Jugendlichen machen auf sich aufmerksam und sie machen vor allem uns Erwachsenen deutlich, dass sie für ihre Zukunft eintreten und auch Zukunftsängste haben. Und ich denke, dass die Politik sehr gut daran tut, das auch ernst zu nehmen."


Eure Meinung!

Wie steht ihr zu den "Friday for Future"-Demonstrationen?

Schreibt uns eine Mail an studio@antenne.com oder ruft uns kostenlos an unter 0800 3 - 123 100!