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Tipps und Ideen: Wie eure Kinder mehr draußen spielen

Die Hälfte aller Kinder ist noch nie auf einen Baum geklettert und verbringen ihre Freizeit vor dem Computer. Dabei ist Spielen im Freien so wichtig! Wie ihr eure Kids dazu bringt, raus in die Natur zu gehen, erfahrt ihr hier.


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(Foto: fotolia)

Buden bauen, dreckige Knie, auf Bäume klettern, Verstecken spielen bis es dunkel wird: Viele Kinder kennen das Gefühl gar nicht mehr, abends müde ins Bett zu fallen, weil sie den ganzen Tag an der frischen Luft gespielt haben.

Eine Umfrage beweist: Die Hälfte aller Kinder zwischen vier und zwölf Jahren sind noch nie auf einen Baum geklettert. Viele Eltern finden es zu gefährlich, Kinder alleine im Freien spielen zu lassen. Dabei fördert das die Entwicklung, die Motorik, die Konzentrationsfähigkeit und die Kreativität.

Wir geben euch ein paar Tipps, wie ihr eure Kinder dazu bringt, mal raus zu gehen.

1. Sammelsurium Wald

Wenn eure Kinder nach draußen gehen, könnt ihr ihnen eine Liste mit einigen Dingen geben, die sie finden müssen. Finden sie drei Tannenzapfen, ein grünes Blatt, zwei gleichgroße Zweige? Oder vielleicht sogar einen angeknabberten Stock oder ein Tierhaar? Den Schwierigkeitsgrad kann man natürlich beliebig wählen. Wenn eure Kinder noch nicht lesen können, kann man die Dinge ja auch auf den Zettel malen.

2. Die Straßen mit Kreide bemalen

Ihr werdet euch wundern, was alles aus einem Topf bunter Kreide entstehen kann. Was eure Kinder auf die Straße malen, ist dabei völlig egal. Vielleicht malen sie ein Haus, für das sie selbst die Bewohner spielen. Vielleicht wird es eine Blumenwiese oder ein kleiner Parcours. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

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(Foto: fotolia)

3. Eine Bude bauen

Es muss ja nicht immer gleich ein ganzes Baumhaus sein. Stöcke aneinander lehnen und mit Blättern abdecken ist ein genauso cooler Unterschlupf! Ihr könnt auch die Picknick-Decke kreativ einbauen.

4. Einen eigenen Garten anlegen

Im Garten ist bestimmt noch ein Eckchen frei, damit eure Kleinen da ihre eigenen Blumen anpflanzen können. Super ist auch Gemüse oder Obst, Tomaten oder Erdbeeren zum Beispiel. Und es macht doch noch mehr Spaß, sich um Pflanzen zu kümmern, wenn man die Früchte danach essen kann!

5. Einen Parcours bauen

Im Wald kann man sich ganz einfach einen Parcours ausdenken! Unter den Ästen durch, über einen Baumstamm klettern oder nur auf grüne Blätter treten.

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(Foto: fotolia)

6. Papierboote auf den Weg schicken

Das Basteln ist ganz leicht und wenn eure Kinder noch eine Nachricht auf die Papierboote schreiben wollen oder die sie bemalen wollen, freut sich der Finder bestimmt. Eine Flaschenpost verschicken ist auch immer eine gute Idee! Wenn gerade Hochwasser war, kann man am Ufer eines Flusses auch selbst eine Flaschenpost von anderen finden. Einfach mal auf die Suche machen.

7. Pfützen-Springen

Regen hin oder her, ihr seid ja nicht aus Zucker! Man kann auch bei schlechtem Wetter draußen spielen, denn wozu gibt es Regenjacken und Gummistiefel? Durch Pfützen springen macht bestimmt nicht nur euren Kindern viel Spaß.

8. Campen

Es gibt kaum was, was sich als Kind besser anfühlt, als ein eigenes "Haus" zu besitzen. Wenn eure Kinder vielleicht nicht alleine im Wald zelten sollen, können sie auch einfach mal im eigenen Garten campen. Vielleicht brauchen sie beim Aufbauen ein bisschen Hilfe, aber dann können sie ihr Eigenheim ganz alleine beziehen. Total aufregend!

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(Foto: fotolia)

9. Stock-Mikado

Wenn eure Kinder ein paar Stöcke sammeln und die alle auf die gleiche Länge zusägen, können eure sie damit Riesen-Mikado spielen. Na, wer schafft es, die Stöcke aus dem Haufen zu ziehen, ohne zu wackeln?

10. Fangen spielen

Ein anderer Klassiker, der aber so einfach umzusetzen ist und, genauso wie Verstecken, überall funktioniert.

11. Den Tieren auf der Spur

Die Natur ist voll von Spuren, die Tiere hinterlassen haben. Wenn eure Kinder schon lesen können, können sie in einem Spuren-Lexikon nachsehen, von wem sie stammen. Oder einfach selber spekulieren.

12. Kleine Fluss-Bewohner fangen

In einem Bach kann man überall kleine Bewohner entdecken. Wenn eure Kinder einen Kescher und ein großes Glas mitnehmen, können sie sich die Kaulquappen oder kleinen Fische fangen und sich in Ruhe angucken. Natürlich danach wieder aussetzen! Funktioniert natürlich auch im eigenen Gartenteich.

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13. Nester bauen

Aus Moos, Stöcken und Blättern kann man super Vogelnester bauen. Oder zum Beispiel Höhlen für kleine Waldbewohner. Wie cool wäre es, wenn sich wirklich ein paar Tiere dort einnisten, die eure Kinder beobachten können?

14. Verstecken spielen

Der Klassiker! Verstecken kann auch überall gespielt werden. Vielleicht können eure Kinder auch ein paar neue Regeln einführen? Nur über dem Boden verstecken oder dabei auf einem Bein stehen? Mal sehen, wer als erstes dadurch auffällt, dass er das Gleichgewicht verliert.

15. Boots-Rennen

Wenn ein flacher Bach in der Nähe ist, kann man Boote, Stöcke, Blätter oder alle möglichen anderen Dinge um die Wette schwimmen lassen. Auch beliebt: An einer kleinen Brücke auf der einen Seite etwas ins Wasser werfen und dann gucken, was als ersten wieder auf der anderen Seite erscheint!

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(Foto: fotolia)

Jetzt steht dem Spielen im Freien doch nichts mehr im Weg. Und "Ich weiß aber nicht, was ich spielen soll!" kann jetzt auch niemand mehr sagen.