Freizeit

Freibadsaison: Nicht überragend, aber zufriedenstellend

Mit dem Herbstanfang endet in Niedersachsen vielerorts die Freibadsaison. Die Bäderbetreiber blicken durchaus positiv zurück, auch wenn die Rekordzahlen von 2018 unerreicht bleiben. Das liegt unter anderem an einer Hitzewelle zur falschen Zeit.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Die Freibäder in Niedersachsen blicken auf eine solide Saison zurück. Die Rekordwerte des "Jahrhundertsommers" 2018 konnten zwar nicht erreicht werden, dennoch fällt das Fazit der Bäderbetreiber positiv aus.

Während bundesweit von Zwischenfällen und Gewalt in Schwimmbädern zu hören war, blieb es in niedersächsischen Städten überwiegend ruhig und unauffällig. "An besonders hoch frequentierten Tagen sowie in den Sommerferien hatte unser Schwimmmeister Unterstützung durch Sicherheitskräfte", sagte Marco Hörmeyer von den Stadtwerken Osnabrück. "Diese Deeskalationsmaßnahme hat sich bei uns bewährt." Das gilt auch für weitere Bäder.

Bevor die Schwimmbecken für dieses Jahr trockengelegt werden, können allerdings in vielen Städten vor allem Hunde noch ein Bad im kühlen Nass nehmen. Zum Saisonabschluss öffnen die Freibäder in Braunschweig (15. September), Springe (16. September) und Helmstedt (8. September) für alle vierbeinigen Wasserratten ihre Tore. "Die Hunde dürfen im 50-Meter-Becken schwimmen und auch das 30 Zentimeter flache "Welpenbecken" für sich erobern", heißt es auf der Homepage des Braunschweiger Stadtbads.

Göttingen

In der Uni-Stadt in Südniedersachsen besuchten in diesem Jahr bislang 210 583 Gäste die drei Freibäder, fast 70 000 weniger als 2018. Im Vergleich mit 2017, als nur 136 273 Gäste gezählt wurden, "können wir mit den Zahlen aber zufrieden sein", sagte Amray Habermann von der Göttinger Sport und Freizeit GmbH. Lediglich der Monat Juni konnte es mit dem Vorjahresmonat aufnehmen und dessen Zahlen sogar noch überbieten. 103 130 Gäste kamen im Juni, mehr als doppelt so viele wie im Juni 2018. "Dafür sind die Zahlen im Juli und August deutlich schwächer", sagte Habermann. Bis zum letzten Tag der Freibadsaison am 13. September peilen die Göttinger Bäder eine Gesamtzahl von rund 220 000 Besuchern an.

Oldenburg

Das Fazit der Bäderbetriebsgesellschaft Oldenburg fällt ähnlich aus. Man liege etwa 15 Prozent unter dem Besucherdurchschnitt des vorigen Jahres. "Im Vergleich zu den Jahren 2014 bis 2017 bemerken wir allerdings eine deutliche Steigerung", sagte Mitarbeiter Dennis Ströh. Genauere Angaben könne er aber erst nach Abschluss der Freibadsaison am 15. September machen.

Hannover

Auch die Landeshauptstadt kann mit den Besucherzahlen gut leben. Zwar verzeichne man ebenfalls einen Rückgang, das sei aber erwartet worden, sagte Udo Möller, Pressesprecher der Stadt Hannover. "Der Sommer war in diesem Jahr insgesamt wechselhafter", sagte er. Eine der ausgeprägten Hitzeperioden sei in die Zeit knapp vor den Sommerferien gefallen - eine Zeit mit den erfahrungsgemäß höchsten Besucherzahlen. "Das Wetter in den Sommerferien ist immer sehr maßgeblich für die Gesamtzahlen", erklärte Möller. Die teils extreme Hitze sieht er auch als Problem: "An manchen Tagen war es einfach zu heiß, da zieht manch einen dann auch nichts mehr ins Freibad."

Das Lister Bad, das noch bis zum 8. September geöffnet hat, registrierte bis zum 28. August 120 974 Besucher. 2018 waren es im gleichen Zeitraum 165 532. "Nicht überragend, aber auch alles andere als eine Enttäuschung", resümierte Möller.

Osnabrück

Von tagesabhängigen Schwankungen kann Sonja Koslowski, Leiterin des Moskaubads in Osnabrück, ein Lied singen. Rund 30 000 Badegäste weniger habe sie im Vergleich zum Vorjahr gezählt - was sie mit dem zwischenzeitlich wechselhaften Wetter begründete. Volles Haus herrschte nur an Hitzetagen: "Die haben uns mehr als 5000 Tagesbesucher beschert."

(dpa)