E-Mobilität

E-Ladesäulennetz in Niedersachsen wächst nur langsam

Langsam geht es voran auf dem Weg zur E-Mobilität: Das E-Ladesäulennetz in Niedersachsen ist seit dem Frühjahr leicht gewachsen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Landesweit erhöhte sich die Zahl der Ladesäulen für Elektroautos nach Angaben der Bundesnetzagentur bis Mitte Juli auf 852. Anfang April waren es noch 742 Stück. Im kleinsten Bundesland Bremen gab es Mitte Juli 73 Ladesäulen, bundesweit listete die Bundesnetzagentur rund 9700 auf. Laut Kraftfahrtbundesamt sind in Deutschland derzeit erst rund 120 000 reine Elektroautos unterwegs, hinzu kommen 87 000 Hybrid-Fahrzeuge, die einen zusätzlichen Elektromotor haben.

Zwei Drittel der Menschen in Deutschland wohnen allerdings in Mehrfamilienhäusern und haben kaum eine Möglichkeit, ein Elektroauto zu Hause zu laden, wie der ADAC herausgefunden hat. Der Autoclub befragte Immobilienverwalter in den elf größten deutschen Städten, die zusammen 4815 große Tiefgaragen und Parkflächen verwalten. Ergebnis: In 96 Prozent der Tiefgaragen steht nicht einmal eine gewöhnliche Steckdose zum Laden eines E-Autos zur Verfügung.

Der Ökostrom-Anbieter LichtBlick kritisierte mit Blick auf die öffentlichen Ladesäulen der großen Anbieter, ohne Vertragsbindung koste der Strom deutlich mehr als Haushaltsstrom. Für 100 Kilometer Reichweite kassierten die Betreiber zwischen 7,95 bis 16,36 Euro. "Diese Preise sind schockierend - es ist ein und dasselbe Produkt", kritisierte Geschäftsführer Gero Lücking. "Ladestrom ist damit teilweise deutlich teurer als Benzin für die gleiche Reichweite." Er betonte: "So wird die Energiewende im Verkehrssektor scheitern."

(dpa)