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9. September 2017
Hildesheim

DIK-Verbot rechtkräftig

Das Verbot des «Deutschsprachigen Islamkreises Hildesheim» ist rechtskräftig. Nach Ablauf der Klagefrist gilt er damit als aufgelöst.


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ARCHIV - Polizisten erstürmen am 27.07.2016 ein Gebäude in Hildesheim (Niedersachsen). Die Polizei hat die Räume der Moschee "Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim e.V." (DIK) in Hildesheim sowie die Wohnungen von acht Vorstandsmitgliedern durchsucht. (zu dpa "LKA wollte Hildesheimer Islamkreis früher in die Zange nehmen" vom 12.04.2017) Foto: Chris Gossmann/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ (Foto: picture alliance / Chris Gossman)

Der DIK habe als Rekrutierungszentrum der Terrormiliz Islamischer Staat gedient, sagte Innenminister Boris Pistorius. Die Sicherstellung zahlreicher digitaler Speichermedien hätten den Verdacht gegen den Verein bestätigt. Auch der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, hatte sich dort im Februar 2016 aufgehalten. D er inhaftierte Hassprediger Abu Walaa war ebenfalls in der DIK-Moschee in Hildesheim. Er rekrutierte hier junge Männer, die dann in IS-Kämpfgebiete – etwa nach Syrien oder in den Irak – aufbrachen. Bereits letzten Sommer gab es eine große Durchsuchungsaktion rund um die Moscheeräume in Hildesheim. Die Behörden hatten den Islamkreis am 14. März offiziell verboten - danach hatten die Betroffenen einen Monat Zeit, Rechtsmittel dagegen einzulegen. Diese Frist lief nun ab.