Leere Regale

Darum waren die Regale im Penny-Markt Langenhagen fast leer

Wow. Wo sind die ganzen Waren hin? Viele Penny-Kunden in Langenhagen waren am Montag erstaunt. Die Aktion des Supermarkts hat allerdings einen ernsten Hintergrund.


Aktion gegen Insektensterben bei Penny 1_03.jpg

Der Handelskonzern hat die Regale selbst leergeräumt. Gut 60 Prozent der Waren fehlten. 1.600 Produkte gab es nicht wie sonst zukaufen. Dahinter steckt die Aktion "Stummer Frühling". Penny und der Naturschutzbund NABU wollen damit auf das Bienen- und Insektensterben aufmerksam machen. "Erst sterben Biene & Co - dann die Auswahl", so das Motto.

Aktion gegen Insektensterben bei Penny 1_02.jpg

"Ein Großteil des gesamten Lebensmittelsortiments ist von der Leistung von Bienen und vielen anderen Insektenarten abhängig", sagt Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD). "Ohne sie hätten wir sehr stark ausgedünnte Supermärkte - und dieses Problem träfe uns dann alle!"

Der Handels wies auf beeindruckende Fakten hin: Nach Rindern und Schweinen sind Bienen das drittwichtigste Nutztier der Menschen. Insekten, die zur Bestäubung von Pflanzen dienen, machen einen globalen Wirtschaftsfaktor im Wert von 500 Milliarden Euro jährlich aus. Umso dramatischer, dass von 550 in Deutschland vorkommeden Arten bereits über die Hälfte gefährdet oder bereits ausgestorben sind. NABU-Geschäftsführer Leif Miller fordert ein Umdenken in der industriellen Landwirtschaft - und natürlich auch beim Verbraucher.

Aktion gegen Insektensterben bei Penny 1.jpg

Bienensterben - jeder kann etwas dagegen tun

Bienenhotel, Wildblumen, Bio-Produkte - im Kampf gegen das Bienensterben sind auch und vor allem die Verbraucher gefragt. Die Webseite utopia.de hat eine Liste erstellt mit 10 Dingen, die ihr tun könnt, um den Bienen zu helfen.