Moin Christoph!

"Christoph Niedersachsen" - eine fliegende Intensivstation

Der neue "Christoph Niedersachsen" der DRF Luftrettungsstation des Flughafen Hannover macht sich zum Start bereit.


"Es ist ein sehr beeindruckender Hubschrauber, der die Luftrettung in Niedersachsen und darüber hinaus deutlich besser macht", so Innenminister Boris Pistorius. Der neue "Christoph Niedersachsen" ist technisch auf dem neuesten Stand und ermöglicht einen noch besseren Intensivtransport für schwer kranke Patienten. Das neue Modell H-145 ist bei allen Witterungsverhältnissen problemlos einsetzbar und garantiert höchste Sicherheit, sowohl für die Crew als auch für die Patienten.

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Eine fliegende Intensivstation

"Die Ausstattung ist vergleichbar mit der einer Intensivstation" sagte Pistorius bei der offiziellen Indienststellung am Flughafen Langenhagen. Besonders der Ärztemangel im ländlichen Raum sorgt für eine Verschärfung der Situation, aber auch die gestiegene Anzahl an Unfällen macht solch einen Rettungshubschrauber unerlässlich.

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Das Modell H-145 verfügt über die neusten technischen Entwicklungen und wurde sowohl für die Piloten als auch für die restliche Besatzung optimiert. "Das neue System der H-145 macht das Fliegen effizienter und sicherer, sie hat mehr Leistung und das Innenraumkonzept wurde überarbeitet, sodass die Patienten noch besser versorgt werden können", so der leitende Pilot Andreas Schwind.

Schneller, leichter, besser

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist der neue "Christoph Niedersachsen" deutlich größer, aber vorallem leichter und somit auch schneller am Einsatzort. Ein neuartiger Autopilot bietet zudem eine wesentliche Unterstützung für die Besatzung. In der Kabine des neuen H-145 ist jetzt sogar ein Brutkasten zum Transport von Frühgeborenen vorhanden - aber auch für die Crew gibt es einige Neuerungen. "Der neue Christoph ist ein höchst ergonomischer Arbeitsplatz. Die meisten Notärzte sind Rechtshänder - deshalb wird inzwischen auch die Trage rechts reingeschoben. In alten Hubschraubern wird die Trage auf der linken Seite reingeschoben, der Arzt musste also an der rechten Seite des Patienten arbeiten - jetzt ist die Situation viel einfacher" erklärte uns der leitende Notfallsanitäter Jörg Reese.

Ein beispielloser Lebensretter

Der neue "Christoph Niedersachsen" der DRF Luftrettung Hannover ist ist 24 Stunden am Tag einsatzbereit und kann Strecken von 50 Kilometern in ungefähr 15 Minuten erreichen. "Jeder sollte daran denken, dass ein Retungshubschrauber dazu da ist, Leben zu retten" sagte Boris Pistorius, der sichtlich begeistert von dem neuen Modell war.

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Obwohl die H-145 technisch auf dem neuesten Stand ist, birgt ein Einsatz noch immer viele Gefahren für die Lebensretter. "Stellen sie sich vor Sie müssen nachts bei Dunkelheit auf einer Autobahn notlanden um Leben zu retten. Die Blaulichter blinken, es ist unübersichtlich und es regnet womöglich noch - dann ist das auch mit erheblichem Risiko für Pilot und Besatzung eines solchen Hubschraubers verbunden" fügte Pistorius dem hinzu.

"Die Qualifikation der Kollegen in Hannover ist sehr hoch"

Was für die Sanitäter und Ärzte der DRF alltäglich ist, scheint für viele andere kaum vorstellbar. "Insgesamt haben wir alle knapp acht Jahre Ausbildung hinter uns" erzählt der leitende Notfallsanitäter Reese, der selbst seit mehr als 18 Jahren an dieser Station tätig ist. "Ich habe meinen Traumjob gefunden" fügte er dem hinzu.

Der neue "Christoph Niedersachsen" der DRF Luftrettung ist ab heute im Einsatz und wird bestimmt schon bald für heldenhafte Leistungen sorgen.

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