Jubiläum

Celler Schlosskapelle öffnet zum Reformationsjubiläum

Seit mehr als 20 Jahren ist der Zugang zur Celler Schlosskapelle zum Schutz ihrer wertvollen Kunstschätze durch eine Glaswand versperrt. Demnächst gibt es wieder Gelegenheit, die Kapelle aus dem 16. Jahrhundert zu betreten.


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 (Foto: picture alliance / dpa)

Am 25. Oktober hält Hannovers Landesbischof Ralf Meister einen Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum, der in der Schlosskapelle beginnt und in der Stadtkirche fortgesetzt wird. Dies sei der Startschuss für eine Projektphase, um eine Nutzung der Kapelle zu erproben, teilten das Landesamt für Denkmalpflege, die Landeskirche und die Stadt Celle am Mittwoch mit.

Die zwischen 1565 und 1576 ausgestattete Kapelle zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der Renaissancekunst in Norddeutschland. Vor 1995 wurden bis zu 70 000 Besucher jährlich hier durchgeführt, als Folge schädigten Feuchtigkeit und Keime die Kunstwerke schwer. Auch 2018 sind Andachten und Führungen geplant, um zu prüfen, ob eine Nutzung der Kapelle bei entsprechender Klimatisierung wieder möglich ist. Das Projekt wird aus Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie vom Land Niedersachsen, der Stadt Celle sowie der Evangelisch-lutherischen Landeskirche gefördert.

Die Kapelle mit Gemälden des flämischen Malers Marten de Vos wird zudem noch bis zum 12. November in der Ausstellung «Zeichen setzen» im Residenzmuseum vorgestellt. Dort wird das Kunstwerk in einer medialen Präsentation und mittels 3-D-Technik lebendig.