Lüneburg

Brutaler Angriff auf Polizisten erneut vor Gericht

Schwere Körperverletzung in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor. Erneut muss sich deshalb ein 35-Jähriger vor dem dem Landgericht Lüneburg verantworten. Zweimal legte der Mann erfolgreich Revision ein. Er hatte sich in beiden Verfahren auf Erinnerungslücken nach dem Konsum von Alkohol berufen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Nach der folgenschweren Attacke auf einen Polizisten im Landkreis Harburg wird von Mittwoch an vor dem Landgericht Lüneburg erneut gegen einen 35-Jährigen verhandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann schwere Körperverletzung in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor.

Bei einem Einsatz wegen einer Schlägerei am Rande eines Dorffestes in Meckelfeld hatte das Opfer im August 2015 lebensgefährliche Schädel-Hirn-Verletzungen erlitten. Der Beamte trug bleibende Schäden davon, er musste wieder sprechen und laufen lernen. Der damals 31-Jährige hatte mit seinen Kollegen die Auseinandersetzung zwischen dem Sicherheitsdienst einer Kneipe und mehreren Männern beenden wollen, die nicht eingelassen worden waren. Dabei bekam er einen Schlag gegen den Kopf und fiel bewusstlos zu Boden.

Das Amtsgericht Winsen hatte den angeklagten Deutschen im März 2017 zu vier Jahren Haft verurteilt, dagegen legte er Berufung ein. Wegen schwerer Körperverletzung verurteilte das Landgericht Lüneburg den Mann im Dezember 2017 zu dreieinhalb Jahren Haft, doch dieser legte erfolgreich Revision ein. Das Oberlandesgericht Celle hob die Entscheidung auf und verwies die Sache zurück ans Landgericht. Der Mann hatte sich in beiden Verfahren auf Erinnerungslücken nach dem Konsum von Alkohol berufen.

(dpa)