Lingen

Brennelementefabrik in Lingen kann Betrieb wieder starten

Vor zwei Monaten sorgte ein Brand in einem Labor der Brennelementefabrik Lingen für Unruhe. Nach einer Untersuchung aller Arbeitsplätze, die dem Unglücksort ähneln, beginnt nun wieder die Produktion.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Brand in der Brennelementfertigungsanlage in Lingen vor zwei Monaten kann das Unternehmen seinen Betrieb wieder aufnehmen. Das teilte das Umweltministerium in Hannover am Montag mit. Zuvor mussten die Betreiber alle Anlagen und Arbeitsplätze prüfen, die dem abgebrannten Laborplatz ähnelten. In dem Betrieb werden unter anderem Brennelemente für Atomkraftwerke gefertigt. Bürgerinitiativen demonstrieren seit Jahren dafür, die Fabrik komplett abzuschalten.

Anfang Dezember war in dem Werk ein Feuer in einem Labor ausgebrochen, das sich nach Polizeiangaben im nicht-nuklearen Teil der nuklearen Fertigung der Fabrik befand. Das Feuer hatte einen Großeinsatz der Feuerwehr und weiterer Rettungsdienste ausgelöst. Verletzt wurde niemand. Laut Umweltministerium traten keine radioaktiven Stoffe in die Umgebung aus.

Bei Untersuchungen zur Brandursache stellte sich heraus, dass sich durch einen Defekt an einer Verdampferheizung eine Tischplatte aus Kunststoff erwärmte und in Brand geriet. Dadurch stauten sich nach Angaben des Ministeriums Schwelgase in einer Abluftleitung des Verdampfers und das entstehende Gas-/Luftgemisch entzündete sich.

Bei der jetzt erfolgten Sicherheitsprüfung mit einem externen Sachverständigen wurden in der Fertigungsanlage und den Technikräumen die Umgebung von Heizungen und beheizbaren Anlagen, die heißer werden können als 150 Grad, auf ihre Entflammbarkeit untersucht. Außerdem muss der Betreiber künftig elektische Isolationen und Anschlüsse vor und nach der Aufnahme der Produktion überprüfen und gegebenenfalls auch austauschen.

(dpa)