Zirkus-Uni

Braunschweiger Studenten hören erstmals Vorlesung im Zirkuszelt

Bauarbeiten am Hörsaalgebäude zwingen die Uni in Braunschweig zu einer kreativen Lösung: Von heute an halten Professoren ihre Vorlesungen dort in einem Zirkuszelt statt im Audimax.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Erstmals wurde an der Uni in Braunschweig am Montag ein Zirkuszelt für Vorlesungen genutzt: Weil das Audimax saniert werden muss, wurde auf einer Rasenfläche ein großes Zelt aufgebaut. Rund 600 Maschinenbaustudenten erfuhren mehr über die "Grundlagen des Konstruierens". Die erste Vorlesung im Zelt wurde von zwei Professoren und ihren Mitarbeitern gleichzeitig gehalten.

Das Zelt mit 36 Metern Durchmesser wurde früher unter anderem vom Zirkus Sarrasani genutzt. Mit Leinwand, WLAN und Heizung ist der neue Vorlesungsraum gut ausgestattet. Nur Tische gibt es nicht - die Zweitsemester schreiben auf Klemmbrettern. Bis in das kommende Jahr hinein soll das Zirkuszelt nun für Univorlesungen verwendet werden. Zum Sommer 2020 sollen die Bauarbeiten am größten Hörsaal der Uni dann abgeschlossen sein.

"Ich glaube das wie hier eine sehr angenehme Atmospähere haben - hier kann man sich wohl fühlen", sagt Anke Kaysser-Pyzalla im Antenne Niedersachsen Interview. Die Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig überlegt auch, für Prüfungen ein Kino anzumieten.

Mit der Sanierung des Audimax sollen brandschutztechnische Anforderungen erfüllt und die Barrierefreiheit verbessert werden. Einen Großteil der Kosten von 6,7 Millionen Euro trägt die Uni nach eigenen Angaben selbst, 900 000 Euro steuert das Wissenschaftsministerium in Hannover bei.

(dpa/NK)