Evakuierung

Bombenräumung in Göttingen

Bei Bauarbeiten am Göttinger Schützenanger wurde ein verdächtiges Objekt gefunden, bei dem es sich vermutlich um einen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, soll die Bombe am Samstag, 12. Oktober, entschärft werden. Dazu findet am Samstag ab 7 Uhr eine weiträumige Evakuierung rund um den Fundort statt.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Am Göttinger Schützenanger wurde bei Bauarbeiten ein verdächtiges Objekt gefunden. Am Samstag, 12. Oktober, will sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst an den möglichen Bomben-Blindgänger herantasten. Dafür beginnen in Göttingen ab 7 Uhr die Evakuierungsmaßnahmen.

Im Umkreis von ca 1.000 Metern um den Fundort des vermutlichen Bombenblindgängers müssen Wohnungen und Häuser evakuiert werden. Rund 14.700 Bewohner sind von den Maßnahmen betroffen.

Welche Straßen von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen sind, könnt ihr hier sehen.

Die Stadt Göttingen richtet für die Dauer der Sperrung zwei Evakuierungszentren ein.

Die Evakuierungszentren:

  • Betroffene, die westlich der Bahnstrecke wohnen, sollen die Mensa der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Kurt-Huber-Weg 1-5, 37079 aufsuchen.
  • Betroffene, die östlich der Bahngleise wohnen, sollen die Mensa der Universitätklinik Göttingen, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen aufsuchen.

In beiden Evakuierungszentren wird es Vollverpflegung geben (Frühstück, Mittagessen, Abendbrot, Getränke). Für Menschen mit Haustieren wird dort außerdem ein großes Zelt aufgestellt, in dem sie sich gemeinsam aufhalten können.

Anwohner, die aufgrund eingeschränkter Mobilität auf Transport angewiesen sind, können sich bei der Info-Hotline unter 0551/70 75 100 melden. Es wird ein Bus-Sonderverkehr eingerichtet, der die bestehenden Haltestellen im Sperrgebiet ab 7 Uhr anfährt und Anwohner direkt zu den Evakuierungszentren fährt.

Info-Hotline & Info-Flyer

Bewohner erreichen die Info-Hotline unter 0551/70 75 100 täglich von 8 Uhr bis 16 Uhr. Am Freitag wird die Hotline von 8 Uhr bis 18 Uhr besetzt sein, am Samstag von 6 Uhr bis zum Ende der Maßnahmen.

Einen entsprechenden Info-Flyer bietet die Stadt in mehreren Sprachen (Deutsch, Arabisch, Bulgarisch, Englisch, Französisch, Kurdisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch) an. Den Flyer gibt es hier zum Download.

Bus- und Bahnverkehr

Deutsche Bahn

Wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite informiert, darf der Göttinger Bahnhof am 12. Oktober ab 7 Uhr nicht mehr angefahren werden. Durchfahrten von Zügen seien bis zur kompletten Sperrung noch möglich, der Ein- und Ausstieg von Fahrgästen allerdings nicht.

Die Deutsche Bahn richtet ab dem ZOB in Göttingen, Bussteig H einen Schienenersatzverkehr (SEV) nach Northeim, Eichenberg und Adelebsen ein.

Metronom

Wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilte, könne der Bahnhof Göttingen von 07.08 Uhr bis ca. 18 Uhr nicht von Metronom-Zügen angefahren werden. Reisende nach Göttingen müssen sich auf starke Verzögerungen einstellen.

Cantus

Für Züge der Linie RB8 wird es am Samstag ab 7 Uhr zwischen Eichenberg und Göttingen einen Schienenersatzverkehr (SEV) geben. Das schreibt das Unternehmen auf seiner Webseite.

Busverkehr

Für den Busverkehr in Göttingen gibt es einen Zwei-Stufen-Plan.

Erste Stufe:
Ab 7 Uhr fahren die Linienbusse noch auf dem normalen Linienweg, dürfen innerhalb der abgesperrten Zonen allerdings nicht zum Ein- oder Aussteigen halten.

Ab 7 Uhr setzt die GöVB im Zehn-Minuten-Takt vier Sonderbusse ein, die die Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Räumungsbereich zu einem der beiden Evakuierungszentren fahren.

Zweite Stufe:
Die Buslinien 11/12, 21/22, 62, 71/72 und 91/92 werden in einer zweiten Stufe umgeleitet. Die Buslinien 31/32 fahren nur auf dem Abschnitt Kauf Park – Innenstadt, die Buslinien 41/42 nur auf dem Abschnitt Grone Nord – Innenstadt. Die Linie 73 fährt bereits ab 7 Uhr nur auf dem Abschnitt ZOB/Bahnhof – Innenstadt – Zietenterrassen.

Liveticker

Informationen zur Evakuierung am Samstag gibt es auch im Liveticker der Stadt Göttingen, über den Messenger-Dienst der Stadt sowie über die Warnmelde-App KATWARN.