Deutsche Bahn

Bessere Kooperation von Bahn und Behörden soll Zugausfälle verhindern

Nach Stürmen blockieren oft umgestürzte Bäume die Gleise und stellen die Geduld der Pendler auf eine harte Probe. Niedersachsen will deshalb bei der Trassenpflege auch anliegende Garten- und Waldbesitzer mit ins Boot holen. Häufig blockieren umgestürzte Bäume die Strecken. Die FDP-Fraktion hatte in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung Auskunft über Verspätungen und Zugausfälle in Niedersachsen seit Jahresbeginn verlangt.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Angesichts der Vielzahl sturmbedingter Zugausfälle will die niedersächsische Landesregierung die Zusammenarbeit von Deutscher Bahn und Naturschutz- beziehungsweise Waldbehörden verstärken. Ein Leitfaden zum Vegetationsmanagement an Bahntrassen werde voraussichtlich im November fertiggestellt und anschließend im Landtag präsentiert, teilte das Verkehrsministerium in Hannover mit. Häufig blockieren umgestürzte Bäume die Strecken. Die FDP-Fraktion hatte in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung Auskunft über Verspätungen und Zugausfälle in Niedersachsen seit Jahresbeginn verlangt.

Wie aus der Antwort der Landesregierung hervorgeht, hatten die Sturmtiefs "Burglind" und "Friederike" im Januar 2018 sowie "Nadine" im August 2018 bundesweit zu mehr als 1500 Zugausfällen im Fernverkehr geführt. Wie viel davon auch Niedersachsen betrafen, sei allerdings statistisch nicht erfasst worden.

Bei den Regionalzügen gab es demnach seit Jahresbeginn große Unterschiede. So fielen zum Beispiel auf den Strecken Hannover–Buchholz und Bremen–Uelzen (Heidekreuz) nur 0,5 Prozent der Züge ungeplant durch Sturmschäden oder andere Störungen aus. Auf der Strecke zwischen Norddeich/Mole, Bremen und Osnabrück waren es dagegen 2,8 Prozent und bei der über Hildesheim fahrenden Weser-Lammetal-Bahn sogar 3,8 Prozent.

(dpa)