Bremerhaven

Autonomes U-Boot soll Risse in Kaimauern aufspüren

Häfen und Windparks im Meer haben eine große Bedeutung für die Versorgung mit Gütern und Energie. Störungen und Ausfälle können gravierende Folgen haben. Ein neues DLR-Institut erforscht deshalb Sicherheitsmethoden - dabei spielt auch eine Seekatze eine Rolle.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Mithilfe eines autonomen U-Boots wollen Forscher demnächst Kaimauern, Seekabel und Fundamente von Offshore-Windrädern auf Schäden untersuchen. Das 3,5 Meter lange Unterwasserfahrzeug wird Anfang März im Bremerhavener Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen erwartet. Dort wird es mit Sensoren und Kameras ausgestattet, wie Gründungsdirektor Dennis Göge sagte. Das Institut hatte im Oktober 2018 seine Arbeit aufgenommen. Sein Ziel ist es, Sicherheits-Schwachstellen in Häfen sowie bei Windparks auf hoher See zu erkennen und Gefahren mithilfe neuer Technologien abzuwehren.

"Wir werden in Zukunft immer größere Abhängigkeiten von Offshore-Windparks und Häfen bekommen", sagte Göge. Denn Haushalte werden zunehmend mit Strom von Windrädern auf See versorgt. Im- und Exporte werden bereits zu 90 Prozent über die Meere transportiert. Daher sei es wichtig, Störungen zu vermeiden. Bisher werde der Zustand von Bauwerken unter Wasser vor allem von Tauchern überprüft.

(dpa)