Tote in Wittingen

Armbrust-Fall: Obduktion toter Frauen ergibt keine Hinweise auf Gewaltanwendung

Die beiden im Zusammenhang mit dem Passauer Armbrust-Fall tot in Wittingen gefundenen Frauen sind nach ersten Untersuchungen nicht durch äußere Gewalteinwirkung gestorben.


Armbrust_2_1500.jpg
 (Foto: picture alliance/dpa)

"Die Todesursache steht noch nicht fest", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek, am Dienstag. Nach ersten Erkenntnissen liegt der Todeszeitpunkt einige Tage zurück. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Die Leichen der 35-Jährigen und der 19-Jährigen waren in der Medizinischen Hochschule Hannover obduziert worden.

Die 35-Jährige war Lebenspartnerin einer 30-Jährigen, deren Leiche am Samstag in einer Pension im bayerischen Passau entdeckt worden war. Sie war dort ebenso wie eine 33-Jährige und ein 53 Jahre alter Mann durch einen Armbrust-Pfeil getötet worden. Die Ermittler sprechen in diesem Fall von erweitertem Suizid. Zur Vermutung, es könne sich auch im Fall der beiden Frauen in Wittingen um Suizid handeln, sagte die Sprecherin der Hildesheimer Staatsanwaltschaft: "Das sind Spekulationen."

Den Ermittlern zufolge war die tote 19-Jährige an derselben Adresse in Wittingen gemeldet wie das Frauenpaar. Bei der toten 35-Jährigen handelt es sich um eine Lehrerin der örtlichen Grund- und Oberschule. Die Polizei hatte beide Leichen entdeckt, als sie der Frau die Nachricht überbringen wollte, dass ihre Lebenspartnerin in Passau gestorben sei.

(dpa)