CDU-Vorsitz

Althusmann: Rennen um CDU-Vorsitz ist offen

Wie reagiert der CDU-Landesvorstand auf die Regionalkonferenz am Abend in Bremen? Parteichef Althusmann will den Delegierten die Entscheidung selbst überlassen, eine Empfehlung für einen der drei Kandidaten für den Parteivorsitz soll es nicht geben.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Der CDU-Landesvorstand Niedersachsen wird den niedersächsischen Delegierten im Wettbewerb um den CDU-Bundesvorsitz keine Wahlempfehlung für den Parteitag in Hamburg mit auf den Weg geben. Die Delegierten hätten die Chance, sich ein Bild zu machen und seien klug genug, selbst Entscheidungen zu fällen, sagte Landesparteichef Bernd Althusmann nach der Regionalkonferenz der drei aussichtsreichsten Kandidaten in Bremen der Deutschen Presse-Agentur. "Ich glaube, nach der Vorstellung heute ist das Rennen sicherlich offen."

In Bremen hatten sich am Donnerstagabend Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn den mehr als 1200 CDU-Mitgliedern aus Niedersachsen und Bremen präsentiert. Das sei eine gute "Performance" gewesen, mit allen denkbar wichtigen Themen. "In der Vergangenheit war ja Angela Merkel unser Programm", sagte Althusmann. "Jetzt sind wir mal richtig inhaltlich unterwegs und das hat auch die Debatte der drei Kandidaten gezeigt."

Bei der vorletzten der acht Regionalkonferenzen waren am Donnerstabend vor allem CDU-Mitglieder aus Niedersachsen in die Hansestadt gekommen. Die CDU Niedersachsen zählt rund 60 000 Mitglieder und ist der drittstärkste Landesverband in Deutschland. Die letzte Vorstellungsrunde ist am Freitag in Berlin. Am 7. Dezember entscheidet die CDU dann auf einem Parteitag in Hamburg über die Nachfolge Merkels, die seit 18 Jahren Parteichefin ist.

(dpa)