Japanreise

Althusmann reist mit Unternehmerdelegation nach Südkorea und Japan

Japan und Südkorea spielen bei der Digitalisierung eine wichtige Rolle. Wirtschaftsminister Althusmann ist auch für diesen Bereich zuständig. Er will sich bei einer Asien-Reise inspirieren lassen.


Althusmann.jpg
 (Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem Asien-Besuch von Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) stehen vom 17. bis 23. März die Themen Digitalisierung und Wasserstofftechnologie im Fokus. Mit rund 45 Unternehmern aus Niedersachsen will der CDU-Politiker in Südkorea Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Digitalisierung ausloten. "Südkorea ist mit seiner beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung der unauffällige Champion Ostasiens", betont Althusmann.

Das Land importierte 2018 aus Niedersachsen Waren im Wert von knapp 1,1 Milliarden Euro, vor allem Personenwagen und Wohnmobile, optische und fotografische Geräte sowie Fleisch und Fleischwaren. Unter den in Südkorea tätigen rund 500 deutschen Unternehmen befinden sich Betriebe wie Continental, Volkswagen, Symrise, Sartorius oder Ottobock. Umgekehrt importierte Niedersachsen vor allem Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung, Fahrgestelle oder Motoren.

In Japan will er auch für die Wasserstoffnutzung werben, bei der es bereits Kooperationen gibt. "Niedersachsen und Japan wollen beim Thema Wasserstoff weiterhin eng zusammenarbeiten", sagt Althusmann. Im November war der gemeinsam von japanischen und niedersächsischen Partnern gebaute und von der japanischen Wirtschaftsförderung NEDO finanzierte Hybridgroßspeicher in Varel (Kreis Friesland) eröffnet worden. Er kann Energie aus dem Netz aufnehmen und später wieder abgeben. Nötig ist das etwa, wenn durch Windkraft mehr Strom erzeugt wird als gebraucht. Bis zum Frühjahr 2020 wollen die Partner herausfinden, welchen Beitrag die Batterie für die Netzstabilität leistet. Niedersachsen kann zudem auf den weltweit ersten Wasserstoffzug im Einsatz verweisen.

Neue Impulse erhofft sich Althusmann auch durchs Freihandelsabkommen Jefta zwischen Japan und der EU. Der Wegfall von Handelshemmnissen soll den Warenverkehr zwischen Niedersachsen und Japan erleichtern. Durch die erleichterten Exportbedingungen könnten so besonders exportorientierte Industriebranchen neue Geschäftsfelder erschließen. Etwa 40 japanische Unternehmen haben Niederlassungen in Niedersachsen, die Präfektur Tokushima ist seit 2007 Partnerprovinz. Japan belegte 2018 laut Wirtschaftsministerium mit niedersächsischen Importen im Wert von rund 1,3 Milliarden Euro Platz 18 der wichtigsten Bestimmungsländer niedersächsischer Ausfuhren.

(dpa)