30. April 2021 –

Modellregion Eckernförde

Urlaub an der Küste

Wer in Urlaub fahren möchte, kann aktuell nach Schleswig-Holstein reisen. In Modellregionen wird aktuell getestet, wie Urlaub in Zeiten von Corona funktionieren kann. Davon könnten auch unsere niedersächsischen Küstenorte profitieren. In Eckernförde läuft der Versuch schon. Küstenreporter Kai von Häfen hat es ausprobiert.

Eckernförde: Nur wenige Menschen sind auf dem Steg im Hafen am Leuchtturm an der Hafenspitze unterwegs.
Eckernförde: Nur wenige Menschen sind auf dem Steg im Hafen am Leuchtturm an der Hafenspitze unterwegs., Foto: picture alliance/dpa

In Eckernförde dürfen Urlauber bereits seit dem 19. April unter strikten Vorgaben und mit deutlichen Einschränkungen Ferien machen. Ohne Tests wird es nichts mit dem Urlaub in Eckernförde, weshalb auch ein Corona-Testzentrum am Parkplatz zwischen der Fußgängerzone und dem Strand steht. Ohne einen negativen Test vom gleichen Tag geht es erst gar nicht ins Hotel.

Aber sobald das abgehakt ist und man eingecheckt hat, fühlt es ich tatsächlich ein bisschen wie Normalität an: Vor den Cafés und Restaurants stehen Stühle und Tische an denen Urlauber sitzen. Und auch in den Lokalen sind viele Tische besetzt – ein mittlerweile ziemlich ungewohnter, aber dennoch sehr vertrauter Anblick.

Und den Urlauber gefällt es offensichtlich. Viele erzählen, dass sie gerne hier sind – trotz der Regeln. So muss auch am zweiten Tag nach der Ankunft ein weiterer Schnelltest gemacht werden. Und wer in ein Restaurant möchte, muss immer einen negativen Test vom gleichen Tag vorweisen. Auch Masken müssen in viele Straßen und teilweise auch am Hafen und an der Strandpromenade getragen werden. Abstandregeln gelten auch hier.

Was sich zu Hause aber manchmal wie eine Einschränkung anfühlt, vermittelt hier in Eckernförde ganz anderes Gefühl. Denn Tests, Masken und Co. öffnen hier Türen. Vielleicht halten sich deshalb auch alle so gut an die Vorgaben. Bislang funktioniert das Konzept in der Modellregion und der Inzidenzwert ist nicht gestiegen. Möglicherweise wird der Versuch deswegen bald verlängert.

Die Urlaubsregionen in Niedersachsen dürften auch genau nach Schleswig-Holstein schauen. Die dortigen Modellversuch könnten auch ein Vorbild für Niedersachsen sein. Ähnliche Konzepte gibt es auch bei uns.


Weitere Modellregionen ab 1. Mai

Auch Nordfriesland fährt den Tourismus langsam und unter strengen Auflagen wieder hoch: Am 1. Mai startet der Kreis mitsamt Inseln und Halligen als zweite und wohl größte touristische Modellregion Schleswig-Holsteins. Das Projekt läuft zunächst bis zum 31. Mai mit der Option auf Verlängerung. Mehrere Tausend kleine und größere Betriebe beteiligen sich nach Angaben des Kreises an der Modellregion. In diesen Tagen bereiten sich unter anderem Gastronomen und Vermieter in Nordfriesland auf den erwarteten Gästeansturm am Samstag vor. Auch die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) bietet dann wieder mehr Fahrten zu den Inseln Amrum und Föhr an als bisher. So gibt es im Mai ab Dagebüll täglich zwischen 12 und 13 Abfahrten nach Föhr und Amrum beziehungsweise in der Gegenrichtung zum Festland, wie die Reederei mitteilte. "An stark gebuchten Tagen werden zusätzliche Fähren eingesetzt."

Alle 48 Stunden müssen sich die Gäste in der Modellregion Nordfriesland testen lassen, wer in der Innengastronomie Platz nehmen will, muss ein maximal 24 Stunden altes Ergebnis vorweisen können. Um es seinen Gästen so angenehm wie möglich zu machen, habe man sich entschieden, selbst zu testen, sagte Cloudt. Gemeinsam mit den Betreibern des Hotels Seeblick in Norddorf hat das Dünencamping-Team ein eigenes Testzentrum mit Standorten an den jeweiligen Betrieben gegründet. Rund 10 000 Tests pro Woche können hier insgesamt gemacht werden.

(mit Material der dpa)

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