Die Mauer fällt

30 Jahre Mauerfall - Eine Geschichte

Peter Valdueza war am 9. November 1989 Grenzschützer an der Berliner Mauer und hat den Mauerfall hautnah miterlebt. Was ihm dabei alles für Gedanken und Emotionen durch den Kopf gingen und wie er im Nachhinein auf die ganze Zeit zurückblickt, hat er uns beim Interview erzählt.


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9. November 1989: Für Peter Valdueza eigentlich ein ganz normaler Tag, indem er seiner Pflicht als Grenzsoldat nachgeht. Und dennoch hat er die gesamte Zeit schon so ein komisches Grummeln im Bauch. Doch dass dieser Tag Geschichte schreiben würde, damit hatte zu Beginn noch keiner gerechnet.

Streben nach Freiheit

Peter stammt ursprünglich aus Weimar in Thüringen. In Plauen machte er seinen Abschluss an der Offizier Hochschule und lernte den Beruf des Rohrschlossers. Da dies für ihn aber noch nicht alles gewesen sein kann, hat er sich letztendlich als Berufssoldat verpflichten lassen. Als am 9. November schließlich immer mehr Menschen Richtung Mauer marschierten, stieg der Druck für Peter und die anderen Soldaten immer mehr. Es wurden keine Befehle durchgegeben, denn keiner wollte Verantwortung übernehmen oder Stellung zur Situation beziehen. Somit waren die Grenzsoldaten also auf sich allein gestellt, doch bis es endlich zum Fluten kam und die Tore geöffnet wurden, vergingen einige Momente, die Peter bis heute noch prägen.

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Für ihn war der Mauerfall ein echtes Freiheitsgefühl. Laut seiner Ansicht sind aber beide Seiten dafür verantwortlich, dass damals alles nicht so gut abgelaufen ist. Trotz Widervereinigung ist für ihn die Wende, zumindest in den Köpfen der Leute, noch nicht vollendet. Heute ist er dankbar für sein damals wohlbehütetes Leben als Soldat zu DDR Zeiten, das Rad zurückdrehen möchte er aber dennoch nicht. Vielmehr wünscht Peter sich für die Zukunft, dass die Leute aus Osten und Westen noch mehr aufeinander zugehen und sich so ein immer größer werdendes Einheitsgefühl entwickelt.

Hier könnt ihr das gesamte Interview hören: