Urlauber sitzen fest

Flughafen Hannover im Ausnahmezustand

Der Flugverkehr musste aufgrund von Hitzeschäden in der Start- und Landebahn zeitweise eingestellt werden. Fluggäste saßen bis zu 30 Stunden am Flughafen fest.


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Am Abend des 24. Juli 2018 fielen sämtliche Flüge im Hannover Airport aus. Grund waren durch die Hitze entstandene Schäden auf der Nordbahn des Flughafens, sogenannte „Blow-Ups“. Einige der Betonplatten hatten sich vom Boden abgehoben, dadurch war eine Nutzung der Flugbahn ausgeschlossen und der gesamte Betrieb wurde eingestellt.

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 (Foto: picture alliance/dpa)

Ca. 15.000 Urlauber saßen am Flughafen fest und mussten dort die ganze Nacht auf die Wiederaufnahme des Flugverkehrs warten. Laut Flughafenleiter, Raoul Hille, waren die Blow-Ups nicht vorhersehbar, weshalb Flughafen und Fluggesellschaften nicht schneller reagieren konnten. Einige Urlauber saßen bis zu 30 Stunden am Flughafen fest.

Um den Fluggästen die lange Wartezeit etwas bequemer zu gestalten, stellte der Flughafen zusammen mit den Johannitern Feldbetten und zeitweise Essen und Getränke zur Verfügung.

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Trotzdem war die Stimmung am Flughafen angespannt und aufgeladen. Unser Niedersachsen-Team hat sich vor Ort einen Eindruck verschafft und mit einigen der Wartenden gesprochen.

Am Morgen des 25. Juli konnte die Nordbahn wieder in Betrieb genommen werden. Erste Flieger sind schon gestartet, es wird aber wohl noch bis zum Abend dauern, bis sich die Lage wieder normalisiert.

Vorsorglich wird die Nordbahn zur Kühlung nun permanent bewässert, damit sich eine solche Situation nicht wiederholt. In Zukunft können Urlauber also hoffentlich wieder entspannt ihre Reise antreten.